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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Autismus?

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Autismus? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"


Reittherapie: Fördert die emotionale Entwicklung des Kindes

Autismus kann nicht ursächlich behandelt werden. In einzelnen Symptombereichen ist jedoch eine unterstützende Behandlung möglich.
Für das betroffene Kind wird ein individueller ganzheitlicher Behandlungsplan zusammengestellt. Dabei wird das gesamte Umfeld (Eltern, Familien, Kindergarten, Schule) einbezogen.

Bestandteile dieser Therapie können sein:

  • Verhaltenstherapie mit dem Ziel, unangemessene Verhaltensweisen wie übermäßige Stereotypien oder (auto)aggressives Verhalten abzubauen und soziale und kommunikative Fähigkeiten aufzubauen.
  • Elterntraining: Anleitung der Eltern im Umgang mit ihrem autistischen Kind
  • Ergotherapie: handwerkliche und gestalterische Übungen
  • Physiotherapie zum Trainieren der körperlichen Fähigkeiten
  • Logopädie zur Verbesserung sprachlicher Auffälligkeiten wie Lautstärke und Modulation (Sprachmelodie)
  • Medikamentöse Behandlung der Begleitsymptome (Angst, Depression, Aggressivität)
  • Musiktherapie, Kunsttherapie, Massagetherapie, Reittherapie, Delfintherapie: Diese ergänzenden, allerdings in der Regel nicht von den Krankenkassen bezahlten Maßnahmen können die Stimmung autistischer Kinder verbessern, sie ausgeglichener machen. Häufig nehmen sie leichter Kontakt zu einem Tier als zu Menschen auf.
  • Außerdem können autistische Kinder, die sprachlich nicht allzu sehr beeinträchtigt sind, in Gruppen ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten trainieren (soziales Kompetenztraining).




Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München


Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 



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www.baby-und-familie.de; 16.12.2008, aktualisiert am 24.08.2011
Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY

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