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Was tun bei Pseudokrupp?

Wie kann ich meinem Kind bei starkem Krupphusten helfen? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"


Geschulte Eltern können ihrem Kind bei leichteren Anfällen von Krupphusten selbst helfen

Entscheidend ist, das Kind zu beruhigen, also selbst ruhig zu bleiben, ihm Nähe, Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln und frische feuchte Luft zuzuführen. Zum Beispiel kann man das Kind in eine Decke gewickelt auf den Arm nehmen, mit ihm ans offene Fenster treten und mit ihm zusammen ruhig und tief die kalte Luft ein- und ausatmen. Alternativ kann man das Kind im Badezimmer warmen Dampf einatmen lassen, indem man warmes Wasser mit dem Brausekopf über der Badewanne fein versprüht. Wenn Ihr Kind Fieber hat, sollten Sie versuchen, das Fieber mit geeigneten Maßnahmen zu senken. Zum Beispiel können Sie Paracetamol in Form von Saft oder Zäpfchen geben. Versuchen Sie dabei, Aufregung zu vermeiden, das heißt die Anwendungsform zu wählen, die ihr Kind am besten toleriert.

Da der Übergang in ein ernstes Krankheitsbild möglich und wenig vorhersehbar ist, müssen die Eltern mit dem betroffenen Kind auf jeden Fall zum Arzt gehen, bei ausgeprägter bzw. zunehmender Atemnot sofort in die Klinik, eventuell in Begleitung eines Notarztes. In der Klinik kann dem Kind mit der Gabe von Kortison, Inhalationen oder gegebenenfalls Sauerstoffzufuhr geholfen werden. Hat ein Kind öfter Kruppanfälle, können Eltern in der Klinik lernen, diese Maßnahmen zu Hause selbst durchzuführen, insbesondere wenn die Anfälle nicht zu stark ausgeprägt sind.


Wird das Kind rechtzeitig und angemessen wie oben beschrieben behandelt, sind die Aussichten gut. Der häufig wiederkehrende Krupp kann manchmal in ein Bronchialasthma übergehen. Er erfordert immer eine eingehendere Diagnostik und Betreuung des Kindes. Liegt dem Krupphusten eine Verengung der Luftröhre zugrunde, kann eine Operation notwendig sein.


Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals,
Universität München


Die Experten der „Sprechstunde Kinderkrankheiten“ beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.



Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 



www.baby-und-familie.de; 16.12.2009, aktualisiert am 09.05.2011
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