Ein Kind mit Krupphusten sollte unbedingt von einem Kinderarzt untersucht werden. Nach der Genesung wird er auch den Impfstatus des Kindes prüfen
Vor dem „echten“ Krupp schützt die Impfung gegen das Toxin der Diphtheriebakterien. Auch bei verschiedenen Viruserkrankungen, die mit Krupphusten einhergehen können, wie Masern, Grippe (Influenza) oder Windpocken (Varizellen), senkt die entsprechende Impfung (Masern-Mumps-Röteln- (MMR-), Influenza-, Varizellen-Impfung) das Erkrankungsrisiko.
Allerdings können noch weitere, recht häufig vorkommende Infektionen mit Viren wie sogenannte Parainfluenza-, Rhino-, Respiratory Syncytial-Viren (RS-Viren), Adenoviren und andere mitunter einen Krupphusten auslösen.
Die Impfung gegen Hämophilus influenzae (Hib) beugt dagegen einem zwar ähnlichen, aber doch anderen Krankheitsbild vor, nämlich der Kehldeckelentzündung oder Epiglottitis. Sie tritt wesentlich seltener auf als der „Krupp“. Dank der Impfung ist die Epiglottitis – grundsätzlich eine sehr schwere, lebensbedrohliche Erkrankung – heute extrem selten geworden. Das betroffene Kind hat plötzlich hohes Fieber, ist sehr blass, wirkt auffallend ruhig und sitzt mit vornübergebeugtem Oberkörper auf seine Arme gestützt, um besser Luft zu bekommen. Es hat starke Schmerzen im Rachen. Das Atmen kann von auffälligen Geräuschen begleitet sein. Die Sprache ist kloßig, und es kommt zu Schluckstörungen und Speichelfluss. Im Vergleich zum Krupp fehlt der bellende Husten. Bereits bei den ersten entsprechenden Anzeichen muss das Kind notfallmäßig in die Klinik gebracht werden.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
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16.12.2009, aktualisiert am 30.12.2010
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