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Hart, aber herzlich?
Die lieben Schwiegereltern

Die gute Nachricht vorweg: Drei Viertel haben laut einer Umfrage der AU insgesamt ein „gutes Verhältnis“ zu den Schwiegereltern

Lächelndes Paar

Abstand tut manchmal gut - so lässt sich mit den meisten Schwiegereltern gut auskommen.

Aber immerhin ein Drittel sagt: „Unsere Schwiegereltern haben nicht immer ein offenes Ohr für unsere Probleme“ und „Wir haben kein besonders freundschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis zueinander“. Und jedes vierte Paar beklagt gar: „Sie haben Eigenschaften und Verhaltensweisen, mit denen ich nicht zurechtkomme.“

 

Das Klischee: Vor allem SIE ist als böse verschrien 

Besonders zur Schwiegermutter ist das Verhältnis häufig gestört. Nicht umsonst wird ein rundgeformter mexikanischer Kaktus (lat.: Echinocactus Grusonii) auch "Schwiegermuttersitz" genannt.  Der klassische Konflikt betrifft die Kombination Schwiegermutter und -tochter, weiß die Augsburgerin Ruth Gall, Leiterin einer seit 1995 bestehenden Selbsthifegruppe. Nach Zehntausenden von verzweifelten Anrufen kann sie von zerstochenen Autoreifen bis hin zu massiven Handgreiflichkeiten berichten, deren sich die hinzugeheirateten Töchter erwehren müssen. Psycho-Terror („Du bist nicht gut genug für meinen Sohn“) und Rufmord („Ihre Mitarbeiterin nimmt heimlich Drogen“) komplettieren die Tricks der Schwiegermütter, um den Frauen die Söhne auszuspannen. Und die Töchter revanchieren sich häufig so: „Deine Enkel kannst du dir abschminken. Die siehst du nie wieder.“



Apotheken Umschau; 29.05.2006, aktualisiert am 26.06.2010
W&B/PhotoDisc/RYF

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