Partnerschaft: Die Sache mit der Liebe

Manchmal leidet die Beziehung zum Partner, wenn ein Baby da ist. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir eine Menge Tipps zusammengestellt

von Sandra Schmid, aktualisiert am 01.06.2011

Macht glücklich: Eine funktionierende Partnerschaft

Stockbyte/RYF

Glaubt man Psychologen und Soziologen, dann gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Geburt eines Kindes und der sinkenden Glückskurve in der Partnerschaft. Neun von zehn Beziehungen verschlechtern sich, wenn der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, so das Resultat einer Untersuchung an der amerikanischen Universität in Denver. Dabei versprechen Romane, TV-Filme und die Erzählungen anderer Paare etwas ganz anderes: nämlich das Neugeborene als den wahren Gipfel, die unübertreffliche Krönung einer jeden Beziehung. Die Realität sieht manchmal anders aus.

Kein Sonntag im Bett

Man hat sich nichts sehnlicher gewünscht als ein Baby, um endlich das Glück perfekt zu machen. Doch mit der ersehnten Dreisamkeit geht die bisherige Harmonie oft flöten. Das Baby fordert die volle Aufmerksamkeit und der Partner fühlt sich vernachlässigt.


Die Veränderungen, die eine Geburt mit sich bringt, sind nicht zu unterschätzen. Der gesamte Tagesrhythmus, die Schlafgewohnheiten und das Ausgehverhalten wandeln sich von einem Tag auf den anderen. Prioritäten verschieben sich und selbst der Freundeskreis verändert sich oftmals, wenn man nicht mehr nur als Paar unterwegs ist.

Während früher ein Sonntag im Bett möglich war, gilt es nun mit Baby die alltäglichen Rituale durchzuziehen. Das ist natürlich anstrengend. Und dass man nach einer durchwachten Nacht und einem stressigen Tag mit Kind nicht unbedingt Lust auf Zärtlichkeiten verspürt, ist durchaus verständlich.

Postnatale Veränderungen

Verwunderlich ist es also nicht, wenn Sie in der ersten Zeit nach der Geburt nicht mehr so viel Sex haben. Im Vordergrund steht das Baby – ohne wenn und aber. Der Schlafmangel, die Diskussionen über das neue Leben, der veränderte Körper der Frau – das alles sind Faktoren, die auch das Sexualleben bei Paaren beeinflussen. Experten sind der Meinung, dass Beziehungen gerade in den ersten zwei bis drei Jahren und dann später noch einmal in der Pubertät der Kinder am meisten gefährdet sind.

Tipps für die Liebe

Was sollten Sie als Paar also tun, um eine funktionierende und erfüllte Beziehung leben zu können?

  • Es ist entscheidend, dass man sich schon vor der Geburt mit dem Leben danach auseinandersetzt. Welche Konflikte können entstehen? Schweben wir dann nur noch auf Wolke Sieben oder wird es auch negative Veränderungen geben?
  • Auch der Vater sollte eine enge Beziehung zum Baby aufbauen. Damit wird der Grundstein gelegt, dass er das Kind auch alleine versorgen und Zeit mit ihm verbringen kann, wenn Mama mal frei haben möchte.
  • Gerade der erste körperliche Kontakt und Sex nach einer Geburt sollte von beiden liebevoll und umsichtig sein.
  • Vergessen Sie nicht, dass Sie ein Paar sind und auch Zeit zu zweit beanspruchen dürfen und müssen! Oma, Opa oder Babysitter helfen mit Sicherheit aus, wenn Sie sich eine kleine Elternauszeit in Form eines romantischen Candle Light Dinners oder entspannten Kinobesuchs nehmen möchten.
  • Reden, reden, reden! Oftmals bleibt die Liebe auf der Strecke, weil man während der Beziehung vergisst, dem Partner seine Gefühle mitzuteilen. Eine gute Gesprächskultur löst oftmals Konflikte, bevor diese im Streit dann als unüberwindbar erscheinen.

In unseren Beiträgen finden Sie Antworten zu Partnerschaftsthemen und Beziehungsfragen. Sexualtherapeuten geben Tipps, wie Sie die Lust am Sex wieder entdecken, und Erfahrungsberichte erlauben Ihnen einen Blick hinter andere Beziehungs-Kulissen. Während Sex-Autorin Sophie Andresky „prickelndes Kopfkino“ empfiehlt, um der dahindösenden Libido auf die Sprünge zu helfen, rät der Psychiater Dr. Hans-Joachim Maaz zu Tiefenatmung und Muskelentspannung.




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