Pflanzliche Mittel bei Hautproblemen

Bei Juckreiz, einem wunden Po und sogar einer leichten Neurodermitis können natürliche Wirkstoffe aus Heilpflanzen die empfindliche Haut von Kindern beruhigen

von Julia Schulters und Beatrice Sobeck, aktualisiert am 20.12.2016

Heilpflanzen für die Haut: Ringelblume beugt Entzündungen vor

W&B/Christine Schneider

Die heilende Wirkung von Pflanzen nutzt der Mensch schon seit Tausenden Jahren. Beobachtungen wurden aufgeschrieben und weitererzählt. So wurde das Wissen über die Kraft der Heilpflanzen von Generation zu Generation weitergetragen. Erste wissenschaftliche Ansätze zeigten die Experimente, die der berühmte Arzt Paracelsus (1493 - 1541) mit Pflanzen und Kräutern machte.

Arzneimittel werden selten an Kindern getestet

Die wissenschaftliche Grundlagenforschung begann allerdings sehr viel später – erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts. Mittlerweile belegen viele klinische Studien die Wirksamkeit unterschiedlicher Heilpflanzen. Bevor ein pflanzliches Arzneimittel überhaupt auf den Markt gebracht werden darf, muss es ein aufwendiges Zulassungsverfahren durchlaufen. Allerdings gibt es nur wenige Studiendaten zur Wirkung bei Kindern, denn Tests an Kindern werden meist nicht genehmigt. Daher steht in Beipack­zetteln häufig, dass ­das Arznei­mittel für Kinder nicht empfohlen wird. Ob es trotzdem für Kinder geeignet ist, können Eltern mit dem Kinderarzt besprechen.

Welche Heilpflanzen bei Hautkrankheiten und -problemen wie Neurodermitis, Juckreiz oder einem wunden Po helfen können, erklärt Margit Schlenk, Apothekerin für Offizinpharmazie, Homöopathie und Naturheilverfahren mit Apotheken in Nürnberg und Neumarkt/Oberpfalz:


W&B/Christine Schneider

Mönchsköpfchen

Entzündungshemmend und juckreizstillend wirken Cremes mit Extrakten aus dem Mönchsköpfchen.

"Sie können die Symp­tome einer leichten Neuro­­dermitis etwas lindern", erklärt Apothekerin Schlenk. Außerdem kommen sie bei Ekzemen zum Einsatz.


W&B/Christine Schneider

Zaubernuss

Bei kleineren Verletzungen oder einem wunden Babypo können Salben oder Cremes mit Extrakten aus der Zauber­nuss (Hamamelis) die Beschwerden verbessern. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend und dichten Haut und Schleimhäute ab. "Das stärkt die Hautbarriere", so Schlenk. Auch leichter Juckreiz kann durch die Inhaltsstoffe der Zaubernuss gestillt werden.


W&B/Christine Schneider

Ringelblume

Sie hilft der Haut, sich zu regenerieren, und beugt einem wunden Babypo vor. Cremes und Salben mit Aus­zügen aus Ringelblumenblüten wirken leicht anti­entzündlich und lassen Rötungen schneller abklingen. "Wichtig ist, dass die Grundlage von Salben und Cremes immer auf den Hauttyp abgestimmt ist", sagt Schlenk. Wer auf Korbblütler allergisch reagiert, sollte Zubereitungen mit Ringelblume besser meiden.


W&B/Christine Schneider

Johanniskraut

Es ist für seine stimmungsaufhellende Wirkung bekannt. Bestimmte Inhaltsstoffe des Krauts kommen aber auch bei trockener, schuppiger Haut zum Einsatz, etwa bei ­einer Neurodermitis.

Für Kinder empfiehlt Schlenk spezielle Cremes und Lotio­nen aus der Apotheke.



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