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Medikamente:
Kortison

Was Sie über den Entzündungshemmer wissen sollten


Kortison-Salbe hilft zum Beispiel bei Neurodermitis

Kortison macht dick und man bekommt dünne Haut davon. Das ist, was vielen Menschen zuerst in den Sinn kommt, wenn das Wort "Kortison" fällt. Doch diese Befürchtungen sind fast immer unberechtigt. Heutzutage kann Kortison sehr gezielt und niedrig dosiert werden. Damit haben die Nebenwirkungen deutlich abgenommen.

 

Kurzfristig angewandt, stellt Kortison meist kein Problem dar. Kortisoncremes und -salben, die nur maximal zwei Wochen aufgetragen werden, haben üblicherweise keine bedenklichen Nebenwirkungen. Bei langfristiger Anwendung kann es jedoch zu Akne, roten Äderchen oder dünnerer Haut kommen. Daher gilt: Auch wenn es Salben und Cremes mit niedrig dosiertem Hydrokortison rezeptfrei in der Apotheke gibt – Kinder unter sechs Jahren dürfen die Mittel nur nach ärztlicher Verordnung bekommen. Bei älteren Kindern sollten Eltern sich ebenfalls ausführlich vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Außerdem sollte geklärt sein, ob eine Theapie mit Hydrokortison überhaupt angebracht ist.

 

 


Muss Ihr Kleines Kortison über längere Zeit einnehmen, muss die Therapie besonders gut überwacht werden. Denn Nebenwirkungen einer langfristigen Anwendung können unter anderem brüchige Knochen, Wachstumsstörungen und Gewichtszunahme sein.

 

Manchmal gibt es andere Medikamente, die als Alternative in Betracht kommen – zuweilen  allerdings lassen sich entzündliche oder allergische Reaktionen nur mit Kortison bekämpfen. Das Mittel wirkt bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis, bei Rheuma und bei Allergien. Auch bei Asthma kommt Kortison zum Einsatz, meist in Form kortisonhaltiger Dosieraerosole.

 

Um Nebenwirkungen vorzubeugen, sollte man bei der Anwendung von Kortison ein paar Dinge beachten. Muss der kleine Patient Kortison einnehmen, entfaltet es seine volle Wirkung meist erst nach circa drei bis vier Tagen. Außerdem müssen die Tabletten zum vorgeschriebenen Zeitpunkt eingenommen werden, meist morgens zwischen sechs und acht Uhr. Und: Hat Ihr Kind über eine längere Zeit Kortisonpräparate genommen, dürfen sie nicht aprupt abgesetzt werden, sondern müssen nach den Vorgaben des Arztes nach und nach reduziert werden. Sonst kann es zu einer Stoffwechselentgleisung kommen.



www.baby-und-familie.de; 10.09.2009, aktualisiert am 11.01.2011
Bildnachweis: W&B/Silvia Lammertz

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