Für Heuschnupfen-Geplagte ist der Beginn der warmen Jahreszeit oftmals eine Tortour: Die Nase läuft und die Augen jucken wie verrückt. Hier helfen Antihistaminika. Sie lindern die Symptome des lästigen Heuschnupfens und machen ihn so erträglicher.
Doch wie funktioniert das? Histamin ist ein Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen eine wichtige Rolle spielt. Er wird unter anderem von bestimmten Immunzellen, den Mastzellen, ausgeschüttet. Histamin bindet im Körper an vier verschiedene Rezeptoren – H1 bis H4 genannt. In der Folge kommt es zu den typischen allergischen Symptomen: Die Schleimhäute produzieren verstärkt Flüssigkeit, die Nase läuft, die Augen tränen.
Sogenannte H1-Antihistaminika blockieren die H1-Rezeptoren und heben so die Wirkung des Histamins zum Teil auf. Die allergische Reaktion wird unterdrückt. Wichtig: Bevor Antihistaminika angewandt werden, muss feststehen, dass sie im individuellen Fall angebracht sind. Wenden Sie sich beim Verdacht auf eine Allergie daher immer an den Arzt.
Antihistaminika gibt es in Tablettenform oder zur örtlichen Anwendung, beispielsweise in Form von Augentropfen. Innerhalb von 15 bis 20 Minuten nimmt die allergische Reaktion meist ab.
Antihistaminika der älteren Generation machen müde. Die neueren Wirkstoffe hingegen beeinflussen das Müdigkeitsempfinden nur wenig.
Macht das Antihistaminikum Ihr Kleines tatsächlich schläfrig, können Sie dieser Nebenwirkung eventuell abhelfen, indem Sie ihm das Mittel abends geben. Bevor Sie dies tun, sollten Sie jedoch unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker sprechen. Denn nur bestimmte Antihistaminika sind für eine abendliche Einnahme geeignet. Baut der Körper das Mittel schnell ab, muss es morgens oder sogar zweimal täglich eingenommen werden. Die Dosis ist vom Gewicht Ihres Kindes abhängig.
Wenn Sie Fragen zu Einahmezeitpunkt und der konkreten Dosierung von Antihistaminika haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
www.baby-und-familie.de;
16.09.2009, aktualisiert am 25.06.2010
Bildnachweis: Image Source/ RYF
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung