Eine Hirnentzündung – das Gehirn selbst ist betroffen! – nach Masernimpfung ist extrem selten (1:1 000 000). Nach einer Masernerkrankung ist diese Komplikation tausendmal häufiger (1:1 000). 30 Prozent der Erkrankten sterben, 20 Prozent tragen bleibende Schäden davon. Schon allein aus diesem Grund sollten Sie Ihr Kind gegen Masern impfen lassen. Die Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln ist sehr gut verträglich und sinnvoll. Auch der neuere Vierfachimpfstoff, der die Impfung gegen Windpocken mit einschließt, wird sehr gut vertragen.
Eine weitere gefürchtete, wenn auch sehr seltene (1:100 000) Folgekrankheit der Masern ist die nach fünf bis zehn Jahren auftretende, schleichende, letztlich tödliche Gehirnentzündung (Fachbegriff: subakut-sklerosierende Panenzephalitis). Dabei vermehren sich die Masernviren über Jahre im Gehirn und zerstören es zunehmend. Die Masernimpfung schützt mit großer Sicherheit vor dieser gefürchteten Komplikation der „slow-virus-Erkrankung“ durch das permanent anwesende Virus.
Dr. med. Christa Kappler, Prof. Dr. med. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor des
Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
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17.09.2008, aktualisiert am 30.12.2010
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