Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollten Kinder im Alter von 11 bis 14 Lebensmonaten erstmalig gegen Masern geimpft werden. Die Auffrischungsimpfung sollte etwa im 15. bis 23. Lebensmonat folgen. Die Masernimpfung ist eine aktive Impfung, das heißt das Immunsystem des Geimpften bildet eigene Abwehrstoffe (Antikörper) gegen den Erreger. Sie ist außerdem eine Lebendimpfung, das bedeutet es werden lebende abgeschwächte Masernviren verabreicht. Die Immunisierung erfolgt meist mit einem Kombinationsimpfstoff. Es wird also zum selben Zeitpunkt mit einer einzigen Spritze gegen Masern, Mumps und Röteln und seit 2006 in Form eines Vierfachimpfstoffes sogar auch gegen Windpocken geimpft.
Bei etwa fünf Prozent der geimpften Personen treten nach ungefähr zehn Tagen Impfmasern auf. Es handelt sich um eine Maserninfektion in abgeschwächter Form, die nicht ansteckend ist und in den meisten Fällen harmlos verläuft. Komplikationen im Zusammenhang mit Masernimpfungen treten insgesamt deutlich seltener auf als im Rahmen der Erkrankung.
In Deutschland treten Masern immer wieder örtlich begrenzt gehäuft auf: Masernfälle in Deutschland von 2001 bis 2006
Hat eine nichtgeimpfte Person Kontakt zu einem Maserninfizierten gehabt, ist eine Impfung noch innerhalb von drei Tagen möglich. Hierdurch kann ein Ausbruch der Krankheit üblicherweise verhindert werden. Abwehrgeschwächte Personen können vom Menschen gewonnene Antikörper verabreicht bekommen (= passive Impfung). Diese erzeugen zwar keinen anhaltenden Schutz, können aber für den Moment die Krankheit verhindern oder zumindest ihr Verlauf abschwächen.
Neugeborene von Müttern, die gegen Masern immun sind, haben während der Schwangerschaft über den Mutterkuchen Antikörper gegen Masern erhalten. Diese Antikörper schützen den Säugling nach der Geburt noch etwa sechs Monate gegen die Krankheit (Nestschutz).
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13.09.2005, aktualisiert am 23.01.2012
Bildnachweis: W&B/ Neisel, W&B/Achim Graf
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