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Masern (Morbilli): Therapie

Eine spezielle Behandlung gibt es bei Masern nicht. Bettruhe und verschiedene lindernde Maßnahmen können helfen, die Krankheit leichter zu überstehen


Angedunkelter Raum: Viele Masern-Patienten finden das angenehmer

Es gibt kein wirksames Medikament gegen das Masernvirus. Die medizinische Versorgung konzentriert sich daher auf die Linderung der Symptome sowie die Früherkennung und Behandlung der Komplikationen, soweit möglich.

Bettruhe ist bei Masern sinnvoll. Alle Erkrankten sollten so lange zuhause bleiben, bis wirklich sämtliche Krankheitszeichen verschwunden sind. Besprechen Sie im Zweifel mit dem behandelnden Arzt, wann Sie oder ihr Kind wieder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen dürfen.


Den meisten Masern-Patienten schmerzen bei Helligkeit die Augen. Ein abgedunkeltes Zimmer oder das Tragen einer Sonnenbrille wirken lindernd. Hörspiele oder –bücher sind eine gute Möglichkeit, dem Patienten die Zeit zu vertreiben.

Schwitzt der Kranke, sollten Sie darauf achten, dass er nicht in feuchter Bettwäsche oder einem durchnässten Schlafanzug liegen bleibt. Sorgen Sie also regelmäßig für frische Wäsche. Eine leichtere Bekleidung und dünnere Decke sind unter Umständen sinnvoll, frieren sollte die erkrankte Person jedoch nicht. Das Zimmer sollten Sie regelmäßig lüften, Durchzug sollte aber nicht herrschen!

Fieber gehört zu den Abwehrmechanismen des Körpers gegen Keime. Es muss daher nicht sofort gesenkt werden. Steigt das Fieber allerdings sehr hoch, ist das für den Organismus recht belastend. Dann, aber auch bei einer Neigung zu Fieberkrämpfen, kann eine Senkung der Temperatur angebracht sein.

Verschiedene Maßnahmen kommen dazu in Frage. Bei der Auswahl berät sie der behandelnde Arzt. Es kann zum Beispiel auf Wadenwickel oder verschiedene fiebersenkende Medikamente zurück gegriffen werden. Geeignete Wirkstoffe sind beispielsweise Paracetamol und Ibuprofen, die passende Dosierung richtet sich streng nach dem Gewicht des Kindes. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker! Bei kleinen Patienten unter 14 Jahren sollte auf den Wirkstoff Acetylsalicylsäure verzichtet werden, da er bei ihnen im Zusammenhang mit fieberhaften Infekten möglicherweise das sogenannte Reye-Syndrom (gefährliche Gehirn- und Leberschäden) auslösen kann.

Bei Wadenwickeln sollte man folgende Punkte beachten:

  • Wadenwickel bei Kleinkindern nur nach Absprache mit dem Kinderarzt anwenden!
  • Sollen Wadenwickel eingesetzt werden, dürfen Arme, Beine und Gesicht des Patienten nicht kalt sein, er sollte keine Kreislaufprobleme haben und nicht frösteln.
  • Das Wasser sollte nicht zu kalt, sondern nur handwarm sein.
  • Tauchen Sie eine Baumwolltuch in das Wasser ein, wringen Sie es aus und platzieren Sie es auf dem Unterschenkel des Patienten. Legen Sie dann eventuell ein trockenes Tuch unter.
  • Die Wickel sollten Sie nicht länger als 10 bis 15 Minuten an den Unterschenkeln belassen. Während dieser Zeit sollte die betreuende Person im Raum bleiben, um eventuelle Reaktionen des Patienten (wie zum Beispiel plötzliche Blässe, Schweißausbrüche, Übelkeit, Herzrasen, schnelle Atmung) sofort zu bemerken. Beginnt der Kranke zu frösteln oder zeigt er eines der oben genannten Symptome, sollten die Wickel unverzüglich abgenommen werden.
  • Sie können die Wickel zwei- bis dreimal hintereinander anlegen und nach jeweils etwa 10 Minuten wechseln.


Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist gerade bei fiebernden und schwitzenden Patienten wichtig. Meist kann man sich auf das Durstgefühl der Betroffenen verlassen. Bei älteren Patienten oder sehr kleinen Kindern sollte man mit dem Arzt über die geeignete Trinkmenge sprechen. Dies gilt auch bei Personen mit Herz- oder Nierenkrankheiten, bei denen zuviel Flüssigkeit schädlich sein könnte.

Bei Husten können Inhalationen helfen, die Atemwege feucht zu halten. Eventuell verordnet der Arzt Schleimlöser. Treten aufgrund der geschwächten Abwehr zusätzlich weitere Infektionen mit Bakterien auf (zum Beispiel eine bakterielle Mittelohr- oder Lungenentzündung) können auch Antibiotika notwendig sein.



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www.baby-und-familie.de; 13.09.2005, aktualisiert am 23.01.2012
Bildnachweis: Image Source/ RYF

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