Masern sind eine durchaus ernstzunehmende Virus-Krankheit, die mit hohem Fieber und einem typischen Hautausschlag einhergeht
Im dunklen Zimmer: Viele Masern-Patienten empfinden Licht als unangenehm
Was sind Masern?
Masern sind eine von Viren hervorgerufene Erkrankung. Der Erreger ist so ansteckend, dass sich vor Einführung der Schutzimpfung die meisten Menschen bereits als Kinder infiziert haben. Aus diesem Grund zählte man Masern zu den Kinderkrankheiten. Doch auch jeder Erwachsene, der noch keine Masern hatte beziehungsweise nicht gegen sie geimpft ist, kann sich anstecken.
Die Bezeichnung „Kinderkrankheit“ klingt zwar eher harmlos, doch eine Maserninfektion ist durchaus ernstzunehmen. Im Rahmen der Krankheit können teils schwerwiegende Komplikationen auftreten.
Das auffälligste Symptom der Infektion, der Hautausschlag, besteht aus roten Flecken, die im Laufe der Krankheit zusammenlaufen (konfluieren), ihre Farbe von hellrot zu dunkelbraun verändern, um dann wieder komplett zu verschwinden. Die Flecken können kleine Einblutungen enthalten. Daneben gehört Fieber bei Masern immer dazu.
Masern sind nach § 6 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) seit dem Jahr 2001 meldepflichtig. Schon bei einem Verdacht auf Masern ist der Arzt verpflichtet den Fall beim Gesundheitsamt anzugeben. Menschen, die an Masern erkrankt sind, ist der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Horten oder Ferienlagern gesetzlich verboten.
Schwankende Zahlen: Masernfälle in Deutschland von 2001 bis 2006
In Deutschland treten Masern immer wieder örtlich begrenzt gehäuft auf. Die gemeldeten Fälle schwanken in den Jahren 2001 bis 2007 sehr stark. Das Robert Koch-Institut vermutet zudem eine hohe Dunkelziffer.
www.baby-und-familie.de;
13.09.2005, aktualisiert am 02.09.2010
W&B/ Neisel, W&B/ Martina Ibelherr
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