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Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Was versteht man eigentlich unter PMS? Wie macht es sich bemerkbar? Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten

Frau mit Wärmflasche auf dem Bauch

Wärme kann Bauchschmerzen lindern

Die Brüste schmerzen bei jeder Berührung, der Bauch ist aufgebläht und bei jedem falschen Blick Ihres Kollegen könnten Sie vor Wut an die Decke gehen – könnte es sein, dass Sie bald Ihre Periode bekommen? Bei zwei Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter machen sich die Tage vor den Tagen mit unterschiedlichen Symptomen bemerkbar. Das können zum Beispiel Bauchschmerzen, Blähungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Rücken- und Kopfschmerzen, Verstopfung, Einlagerung von Wasser im Gewebe sowie Hautunreinheiten sein. Doch auch die Psyche kann den Betroffenen ein Schnippchen schlagen: Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit, Aggressivität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen sind die Folge.

Leiden Frauen regelmäßig zehn bis vierzehn Tage vor der Menstruation unter solchen Beschwerden, spricht man vom prämenstruellen Syndrom – kurz PMS genannt. Manche Frauen werden nur von ein oder zwei Symptomen geplagt, anderen hingegen machen gleich eine Vielzahl zu schaffen. Besonders schwere Fälle, bei denen die Symptome so stark sind, dass sie den Tagesablauf, den Job und das Familienleben belasten, werden als ein eigenes Krankheitsbild gesehen – die prämenstruelle Dysphorie (PMDD).


Was sind die Ursachen?

Trotz intensiven Forschungen sind die genauen Auslöser der Beschwerden immer noch nicht endgültig geklärt. Vermutet wird jedoch, dass das Auf und Ab der Hormone während des Zyklus verantworlich ist.

Doch auch Ernährung, Lebensgewohnheiten und Bewegung scheinen eine Rolle zu spielen: Frauen, die rauchen, viel Koffein, Zucker und Alkohol zu sich nehmen oder sich wenig bewegen, sind wohl besonders anfällig für PMS.

Die Diagnose

Da die Symptome so unterschiedlich sind und ihre Bandbreite so groß ist, dauert es manchmal eine Weile, bis ein PMS erkannt wird. Viele PMS-Beschwerden sind auch nicht eindeutig, manche davon können zum Beispiel auch zu Beginn der Wechseljahre oder bei Schilddrüsenerkrankungen auftreten.

Hilfreich für die Diagnosestellung ist ein spezieller PMS-Kalender, den Sie sich bei uns ausdrucken können: In diesem vermerken Sie über einen gewissen Zeitraum hinweg, wann welche Beschwerden auftreten, wie stark sie sind, was sie schlimmer werden lässt und was sie bessert. So kann Ihr Arzt die Behandlung besser auf Sie abstimmen. Oder Sie nutzen die Informationen einfach, um sich und Ihren Alltag besser auf die Tage vor den Tagen einzustellen.


Unser PMS-Kalender zum Downloaden


Vanessa von Blumenstein-Langer / www.baby-und-familie.de; 29.07.2010
W&B/Uwe Richter, Thinkstock/Goodshot

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