Ab in die Klinik? So bereiten Sie Ihr Kind vor

Nicht schön, aber manchmal nötig: Ein Aufenthalt im Krankenhaus. Vor allem Kinder haben oft Angst davor. Unsere Tipps sagen, wie Eltern sie vorbereiten können
von Anne Bärbel Köhle, aktualisiert am 24.04.2017

Angst vor dem Doktor? Gut vorbereitet fällt Kindern der Klinikaufenthalt leichter

Thinkstock/Stockbyte

Lauter fremde Menschen, dazu Schmerzen und die Ungewissheit, was als Nächstes passiert: Für Kinder ist ein Aufenthalt im Krankenhaus eine ziemlich verunsichernde Erfahrung.

So können Sie Ihr Kleines vorbereiten:

  • Gut informiert: Was passiert eigentlich in der Klinik? Das können Sie mit einem Kind ab drei Jahren altersgerecht besprechen – auch wenn kein Klinikaufenthalt ansteht. Immerhin muss jedes zweite Kind irgendwann im Laufe seines Lebens ins Krankenhaus. Es gibt viele gute Kinderbücher zum Thema. Sehr gut zum Erklären und Üben ist auch das klassische Doktorköfferchen.
  • Nicht allein lassen: Je mehr Sie oder eine andere vertraute Person in der Nähe sind, umso besser. Inzwischen berücksichtigt man in den Kliniken, dass Kinder ihre Eltern ­brauchen. Manche haben Familienzimmer oder zumindest wird ein Bett für die Eltern bereit­gestellt. Das lässt sich im Vorfeld klären. Die gesetzlichen Kassen übernehmen oft die Kos­ten für Eltern von Kindern bis acht Jahre.
  • Ehrlich sein: Behandlungen können weh tun – das sollte man dem Kind ehrlich und schonend beibringen. Verharmlosen oder Verschweigen führt nur dazu, dass Kinder das Vertrauen verlieren.
  • Körperkontakt: Nehmen Sie Ihr Kind während der Untersuchung oder Behandlung auf den Schoß und erklären Sie ihm, was jetzt passiert. So vorbereitet steht das Kind die nächsten Schritte besser durch.

Das gehört in den Klinikkoffer:

  • Schlafanzug: Dann kann das Kind gleich nach dem Aufwachen aus der Narkose seine vertraute Kleidung tragen.
  • Wechselsachen, falls das Kind von der Narkose erbricht oder länger bleiben muss. Genügend Windeln für Babys und Kleinkinder.
  • Schmusetier oder -kissen: Sie trösten über Schmerzen und Heimweh hinweg.
  • Lieblingstee und stilles Wasser: damit der Durst gelöscht werden kann, wenn das Kind wieder trinken darf.
  • Butterkekse oder Zwieback: sobald das Kind nach der OP wieder essen darf. Was Kinder nach einer Operation trinken und essen dürfen, hängt vom Eingriff ab. Fragen Sie den Arzt, was wann erlaubt sind.
  • Lieblingsspiele, ein Buch oder etwas zu malen: Das nimmt Ängste und hilft, Wartezeiten zu überbrücken.
  • Verpflegung für die Eltern! Im Krankenhaus gibt es nichts, und nicht immer ist Zeit für die Cafeteria. Zeitschriften oder ein Buch für Warte­zeiten.

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