Zusammenfassung:
Die zerebrale Bewegungsstörung oder infantile Zerebralparese ist die Folge einer Schädigung des Gehirns, die vor, während oder kurz nach der Geburt entstanden ist. Die Ursachen sind vielfältig. Die betroffenen Kinder leiden unter einer Störung ihrer motorischen Fähigkeiten, die sich meist als spastische Lähmung äußert. Die Schädigung des Gehirns kann gegebenenfalls auch eine Störung der geistigen Entwicklung bis hin zur geistigen Behinderung oder auch eine Epilepsie zur Folge haben; dies ist jedoch keineswegs immer der Fall. Bei der Diagnose, die durch Beobachtung der Bewegungsfähigkeiten gestellt wird, ist es wichtig, die Zerebralparese von einer normalen Entwicklungsverzögerung, die keine krankhafte Ursache hat, zu unterscheiden. Durch eine spezielle motorische Übungsbehandlung wird angestrebt, die Bewegungsstörungen zu beheben. Obwohl durch intensive Behandlung erstaunliche Erfolge erzielt werden können, bleiben dennoch häufig Bewegungsbehinderungen unterschiedlichen Ausmaßes bestehen.
| Die zerebrale, das heißt vom Gehirn ausgehende Kinderlähmung, die im Fachjargon als infantile Zerebralparese bezeichnet wird, ist keine Krankheit mit einheitlicher Ursache, sondern das Resultat verschiedener möglicher Schädigungsursachen. Die typischen Symptome hängen vom Schädigungszeitpunkt und Schädigungsausmaß des reifenden Gehirns und weniger von der Schädigungsursache ab. Somit werden unter dem Begriff Störungen in der motorischen Entwicklung von Kindern zusammengefasst, die auf einer abgeschlossenen und nicht weiter einwirkenden Schädigung des Gehirns beruhen. Nach der Definition muss das die Schädigung verursachende Ereignis vor, während oder kurz nach der Geburt stattgefunden haben. Einige Autoren schließen das gesamte erste Lebensjahr mit ein. Zwei bis vier von 1000 Neugeborenen kommen mit einer infantilen Zerebralparese auf die Welt. |
| Letzte Aktualisierung: 15.05.2007 (Patricia Herzberger) |
Quelle: surfmed; 13.09.2005, aktualisiert am 02.03.2010
Anzeige