Babys Haut ist ungleich zarter und empfindlicher als die von Erwachsenen. Vor allem in den ersten Monaten kann die dünne Hornschicht nur begrenzt Feuchtigkeit binden, die hautfettenden Talgdrüsen sind kaum aktiv. Wird der Schutzfilm zu häufig abgewaschen, juckt und spannt die Haut und rötet sich. Besonders dann, wenn sie anlagebedingt trocken und empfindlich ist wie bei manchen Kindern, deren Eltern Neurodermitis haben. Wenn Sie bei Ihrem Säugling Ekzeme an Kopf, Ellbogen und Knien beobachten, gehen Sie bitte zum Arzt.
Um das wenige Hautfett nicht auszuwaschen, verwenden Sie höchstens eine milde Baby-Waschlotion. Das wichtigste Reinigungsmittel ist klares, warmes Wasser. Hautfalten, etwa am Hals oder Po, können Sie mit einem ölgetränkten Wattestäbchen zugleich reinigen und pflegen. Und keine Sorge: Zweimal pro Woche fünf Minuten baden, das trocknet Babyhaut nicht aus. Es ist mindestens genauso verträglich wie das Waschen mit einem Baumwollwaschlappen, hat eine neue Studie der Berliner Charité gezeigt.
Wollen Sie einen reinigenden Zusatz verwenden, dann ein mildes, nicht schäumendes, rückfettendes Mittel für Kinder.
Die Pflege nach dem Bad führt Fett und Feuchtigkeit wieder zu. Ist die Haut glatt oder kaum gerötet, reicht eine übliche Babylotion oder -creme mit hohem Flüssigkeitsanteil. Wo sich die Haut trocken wie Papier anfühlt, verwenden Sie eine Creme mit höherem Fettanteil. Die Hersteller bezeichnen ihre Produkte (Creme, Gel, Lotion, Salbe) nicht einheitlich; die Apotheke berät Sie. Einige Zusätze haben sich bewährt, zum Beispiel Kamille, Ringelblume, Nachtkerzen- und Mandelöl, Panthenol und Glyzerin.
Ralf Schlenger / Baby und Familie;
01.06.2010
Bildnachweis: Image Source Limited/Jackson J. Russel
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