Eine Phimose ist eine häufige Erkrankung des Penis. Die Vorhaut ist dabei so stark verengt, dass sie sich nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückstreifen lässt
Eine Vorhautverengung kann angeboren sein oder durch Entzündungen an Vorhaut und Eichel (Balanoposthitis) entstehen. Auch bestimmte Hautkrankheiten (zum Beispiel Lichen sklerosus) können eine Vorhautverengung nach sich ziehen. In der Folge kommt es oft zu Entzündungen und Beschwerden beim Wasserlassen. Weil die Säuberung der Eichel erschwert ist, entstehen chronische Entzündungen, die das Risiko für Peniskrebs erhöhen.
Die krankhafte Phimose sollte nicht verwechselt werden mit der natürlicherweise vorhandenen Verklebung von Vorhaut und Eichel bei Neugeborenen ohne Verengung (Präputialverklebung, auch "natürliche Phimose" genannt). So lässt sich die Vorhaut in einem Alter von sechs Monaten nur bei jedem fünften Säugling, im Alter von 12 Monaten bei jedem zweiten Säugling und bei dreijährigen Kleinkindern schon bei 90 Prozent vollständig zurückstreifen.
Die natürliche Vorhautverengung verschwindet spätestens bis zum fünften Lebensjahr. Die krankhafte Form bleibt darüber hinaus bestehen
Die Symptome einer Vorhautverengung sind sehr charakteristisch. Die Vorhaut lässt sich nicht vollständig über die Eichel zurückziehen. Durch die eingeschränkte Genitalhygiene sammeln sich Talg und Sekret unter der Vorhaut an und verursachen dort oft Entzündungen. Ist die Vorhautverengung besonders ausgeprägt, führt sie zu Problemen beim Wasserlassen. Auch Schmerzen bei der Erektion und beim Geschlechtsverkehr sind typische Beschwerden.
Therapie: Meistens wird eine Vorhautverengung durch eine Operation behandelt. Standardverfahren ist die vollständige Beschneidung (Zirkumzision). Die angeborene Phimose ist bei Jungen sehr häufig. In den vielen Fällen verschwinden die Beschwerden nach einer Beschneidung. Treten keine Komplikationen auf, ist die Prognose gut. Bei manchen Operationsverfahren besteht das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv).
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13.09.2005, aktualisiert am 10.07.2010
W&B/Jörg Neisel
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