Vorhautverengung

Zusammenfassung:
Bei der Phimose oder Vorhautverengung lässt sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückschieben. Bis zum vierten Lebensjahr sind die Verklebungen zwischen Vorhaut und Eichel (Conglutinationen) vollkommen normal und sollten auf keinen Fall mit Gewalt gelöst werden. Bei Kindern, deren Vorhaut sich nach dem vierten Lebensjahr immer noch nicht zurückziehen lässt, besteht meist ein Missverhältnis zwischen der Größe der Vorhautöffnung und der Eichel. Bei den dann notwendigen chirurgischen Maßnahmen muss entweder die Vorhautöffnung mit einem kleinen Schnitt erweitert oder die gesamte Vorhaut entfernt werden. Dieser letztgenannte Eingriff heißt Beschneidung oder Zirkumzision und wird in vielen Kulturkreisen auch rituell durchgeführt.  

Bei Neugeborenen ist die Vorhaut des Penis mit der Eichel verklebt, sie lässt sich also nicht zurückschieben. Auf diese Weise wird die empfindliche Eichel von der ätzenden Wirkung des Urins geschützt. Normalerweise löst sich die Conglutination genannte Verklebung im Kleinkindesalter, spätestens im vierten Lebensjahr sollte sich die Vorhaut komplett zurückziehen lassen. Bei 95 Prozent der Jungen ist das auch der Fall. Diese Verklebung ist also angeboren und hat nur dann Krankheitswert, wenn sie das Wasserlassen behindert.
Bei der echten Vorhautverengung (Phimose) besteht ein Missverhältnis zwischen der Größe der Eichel und der dehnbaren Weite der Vorhautöffnung. Das Zurückstreifen der Vorhaut ist dadurch unmöglich.
 
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.
Letzte Aktualisierung:
13.03.2007 (Inge Smolek)