Vorbeugung
Das Baby sollte nicht in Bauchlage schlafen - die Rückenlage halbiert das Risiko für den plötzlichen Kindstod. Neue Untersuchungen weisen darauf hin, dass auch die Seitenlage des Babys ungünstig ist und mit einem im Vergleich zur Rückenlage erhöhten Risiko behaftet ist, und daher vermieden werden sollte. Das liegt vermutlich daran, dass Säuglinge in der Seitenlage nicht stabil liegen und leicht auf den Bauch rollen können. Es muss vermieden werden, dass das Baby unter Decken, Pölster usw. geraten kann. Dazu ist am besten ein Babyschlafsack geeignet, der bis unter die Arme reicht. So kann der Säugling nicht unter die Decke rutschen. Kissen sollten ohnedies nicht im Babybettchen sein. Kinder, die im selben Raum wie die Eltern schlafen dürfen, haben ein geringeres Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben. Auf das Rauchen sollte im Zusammenleben mit einem Säugling völlig verzichtet werden. Es ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod. Sowohl Überwärmung als auch Unterkühlung des Babys müssen zur Vorbeugung vermieden werden. Aus diesem Grund gehören auch stark isolierende Bettdecken, Schafffelle oder Wärmeflaschen nicht ins Kinderbettchen. Stillen verringert ebenfalls das Risiko. Ein kurzes Stocken der Atmung im Schlaf ist auch bei Erwachsenen völlig normal und stellt keine Bedrohung dar. Wenn die Eltern allerdings beobachten, dass diese so genannten Apnoephasen länger als 20 Sekunden dauern oder die Kinder währenddessen blau anlaufen oder schlaff im Bettchen liegen, ist das ein ernstzunehmendes Alarmsignal. Jetzt ist es ratsam, die Kleinen in einer Klinik eingehend untersuchen zu lassen. Da die Apnoephasen während des Schlafes ein Vorbote des plötzlichen Kindstodes sein können, wird empfohlen, diese Säuglinge mit Hilfe eines Monitors, der Atmung und Herzfrequenz kontrolliert, während des Schlafs zu überwachen. Die Eltern sollten dann in der Handhabung dieses Geräts genau unterwiesen werden und außerdem die Methoden der Wiederbelebung wie Herzmassage und Mund-zu Mund-Beatmung (Erste Hilfe) beherrschen. Zuvor muss mit dem Kinderarzt gemeinsam ein Alarmplan aufgestellt werden und dessen Durchführung geübt werden: Als erstes sollte versucht werden das Kind durch Ansprechen, Schütteln oder einen Schmerzreiz aufzuwecken. Misslingt dies, beginnt ein Elternteil mit der Wiederbelebung, während der andere sofort den Notarzt alarmiert. Das Telefon mit der Nummer des Rettungsdienstes 112 steht am besten so nah wie möglich beim Kind. Die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen im Überblick: | | Kinder im 1. Lebensjahr in Rückenlage schlafen lassen. | | | Säuglinge sollten so ins Bett gelegt werden, dass ihr Kopf nicht durch Bettzeug bedeckt werden kann. | | | Säuglinge im elterlichen Schlafzimmer schlafen lassen. | | | Nichtrauchen der Eltern. | | | Raumtemperatur und Bettdecke sollen so gewählt werden, dass es für das Kind angenehm, das heißt weder zu warm noch zu kalt ist. | |
Beschwerden |
| Gelegentlich gehen dem plötzlichen Kindstod Beschwerden wie bei einer leichten Erkältung voraus. Die Kinder versterben dann zumeist im Schlaf während der Nacht, ohne dass beim Einschlafen irgendetwas auffällig gewesen wäre. |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 27.06.2010
Digital Vision/Carrie Beecroft & Nick White