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Von der U7 bis zur U9

Zwischen dem 21. und 64. Lebensmonat finden drei weitere Vorsorge-Untersuchungen statt. Außerdem ist es jetzt auch Zeit für einen Besuch beim Zahn- und Augenarzt

Mädchen

Na, ob ich wohl auch bald zur Schule kann? Ob die richtige Zeit schon da ist, kann in der U9 besprochen werden.

U7 – Kannst du schon sprechen, kleiner Schatz?

 

Wann findet sie statt? Die Abstände zwischen den einzelnen Untersuchungen werden jetzt deutlich größer. Zwischen dem letzten U-Termin und diesem liegt immerhin ein Jahr, das heißt also: im 21. bis 24. Monat wird es wieder Zeit für die Vorsorge.

 

Was passiert da? Das Baby ist zum Kleinkind herangewachsen. Bei der sogenannten „Zweijahresuntersuchung“ ist deshalb besonders die kognitive Entwicklung von Interesse. Die meisten Sprösslinge können jetzt bereits Zwei-Wort-Sätze wie „Mama Tasche“ oder „Papa Arbeit“ sagen und sind in der Lage, Arme, Beine, Bauch usw. zu erkennen und zu benennen. Sie verstehen, wenn man sie zu etwas auffordert – etwa ein Spielzeug zu bringen. Mindestens zehn verschiedene Begriffe haben Kinder in der Regel auf Lager – im Fachjargon spricht man von der so genannten „Zehn-Wort-Schwelle“. Außerdem untersucht der Arzt, ob alle Sinnesorgane normal entwickelt sind, und ob das Kind richtig läuft und keine Fehlbildungen an den Beinen oder der Wirbelsäule aufweist. Zum Schluss der Untersuchung heißt es dann noch: Mund ganz weit aufmachen und die (Milch-)Zähne zeigen.

 

Gut zu wissen: Viele Eltern sind unsicher, wann sie mit ihrem Kind erstmals zum Zahn- oder Augenarzt sollen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, diese Fragen mit dem Kinderarzt zu besprechen. Normalerweise ist der Besuch bei einem mit Kindern erfahrenen Augenarzt während des zweiten Lebensjahres zu empfehlen, die Zahnarzt-Visite ab dem zweiten Geburtstag.


U7a – Alles ganz normal

 

Wann findet sie statt? Für diese Untersuchung sollten Sie zwischen dem 34. und 36. Lebensmonat Ihres Kleinen den Kinderarzt aufsuchen.

 

Was passiert da? Diese Untersuchung soll eventuelle Verhaltens- oder Sprachstörungen ans Licht bringen. Außerdem prüft der Arzt Ihr Kind auf Zahn-, Mund- und Kieferanomalien und Bewegungsschwächen.

 

Gut zu wissen: Bei dieser Untersuchung checkt der Arzt zusätzlich noch den Impfstatus Ihres Kleinen. Falls noch wichtige Impfungen fehlen, sollten diese gegebenenfalls nachgeholt werden.

 

U8 – Echt aktiv: Das Kind darf zeigen, was es kann

 

Wann findet sie statt? Wenn das Kind dreieinhalb bis vier Jahre alt ist, sollte diese Untersuchung durchgeführt werden.

 

Was passiert da? Das Kind wird diesmal von Kopf bis Fuß durchgecheckt, sogar ein Urintest findet statt. So kann der Arzt Krankheiten entdecken, die im Verborgenen entstehen und keine Schmerzen verursachen. Außerdem werden Haltung, Feinmotorik und Muskeln überprüft – mögliche Fehlentwicklungen können so rechtzeitig korrigiert werden. Dazu muss der kleine Patient selbst aktiv werden: Mini-Vorführungen, wie etwa auf einem Bein herumhüpfen oder die Fingerspitzen von Daumen und Zeigefinger zusammenbringen, gehören dazu. Der Arzt will auch wissen, welche Kinderkrankheiten das Kleine durchgemacht hat und wie selbständig es bereits ist: Normalerweise sollte es sich (fast) im Alleingang an- und ausziehen können sowie in der Lage sein, Besteck zu benutzen und einfache Gegenstände nachzumalen. Die Milchzähne (20 Stück) sind in der Regel jetzt alle da. Außerdem testet der Arzt erneut das Hör- und Sehvermögen sowie die sprachlichen Fähigkeiten Ihres Sprösslings.

Gut zu wissen: Viele Fragen stellt der Arzt jetzt nicht mehr an die Eltern, sondern direkt ans Kind. Auf diese Weise bekommt es das Gefühl, ernst genommen und mit einbezogen zu werden – und ganz nebenbei können mögliche Sprachfehler wie Stottern, Lispeln oder Stammeln aufgedeckt werden.

 

 

U9 – Jetzt schaut der Arzt noch mal ganz genau hin


Wann findet sie statt?
Zeit für diesen Vorsorgetermin ist etwa ab dem fünften Geburtstag.

 

Was passiert da? Diese Untersuchung ist sehr ausführlich. Hör- und Sehvermögen werden überprüft, dazu kommen Checks von Feinmotorik und Koordinationsfähigkeit. Daneben versucht der Kinderarzt außerdem, die intellektuelle, seelische und soziale Entwicklung einzuordnen. Sind bestimmte Fördermaßnahmen nötig? Viele Eltern plagen sich zu dieser Zeit vor allem mit der Frage herum, ob ihr Kind bereits schulreif ist oder nicht – der Arzt kann mit seiner Einschätzung einen wichtigen Beitrag bei der Entscheidung liefern.

 

Gut zu wissen: Der Arzt wird jetzt an die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten erinnern, die kurz vor der Einschulung fällig sind.



www.baby-und-familie.de; 12.10.2005, aktualisiert am 15.05.2012
Bildnachweis: LiquidLibrary/ DynamicGraphics

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