| Je früher die betroffenen Kinder behandelt werden, desto größer sind die Aussichten auf Erfolg. Hauptpfeiler der Therapie ist die Physiotherapie (Krankengymnastik). Methoden der krankengymnastischen Behandlung von spastischen Lähmungen sind die Behandlung nach Bobath und die Behandlung nach Vojta, sowie die konduktive Pädagogik nach Petö. Die dabei angewendeten aktiven und passiven Bewegungsübungen haben zum Ziel, den überhöhten Muskeltonus zu normalisieren. Dadurch können auch Kontrakturen, die die Bewegungsmöglichkeiten weiter einschränken würden, verhindert und die Kinder so weit wie möglich an ein normales Leben heran geführt werden. Die Krankengymnastik wird am besten in einem Behandlungszentrum für kindliche Bewegungsstörungen mit speziell ausgebildeten Krankengymnasten durchgeführt. Je nachdem unter welchen zusätzlichen Beschwerden die Kinder noch leiden, wird die krankengymnastische Behandlung noch durch andere Maßnahmen wie Sprachtherapie, Heilpädagogik und orthopädische Hilfsmittel ergänzt. Es gibt mittlerweile spezielle Einrichtungen für Kinder mit infantiler Zerebralparese, in denen in Zusammenarbeit zwischen Eltern und Therapeuten ein individuell angepasster Behandlungsplan ausgearbeitet wird, um die Betroffenen optimal zu versorgen. Selbsthilfegruppen und der behandelnde Arzt geben wertvolle Hinweise und Unterstützung. |
Heilungschancen Eine ursächliche Heilung ist, da sich der Gehirnschäden nicht mehr rückgängig machen lässt, nicht möglich. Unbehandelt führt die infantile Zerebralparese meist zu einer schweren Behinderung. Wenn die Kinder frühzeitig behandelt werden und die Hirnschädigung nicht zu schwer ist, wird durch eine intensive Therapie oft eine deutliche Besserung der Bewegungsfähigkeit erzielt. Obwohl durch intensive Betreuung erstaunliche Erfolge erzielt werden können, bedeutet die Krankheit in den meisten Fällen für die Eltern ein Leben mit einem behinderten Kind. |
Quelle: surfmed; 13.09.2005, aktualisiert am 27.06.2010
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