Das eigene Spiegelbild fasziniert schon Säuglinge. Einjährige versuchen mit ihrem Gegenüber Kontakt aufzunehmen. Sie berühren das Kind im Spiegel oder drehen ihn um und suchen den vermeintlichen Spielpartner.Aber erst Zweijährige erkennen sich. Wenn sie auf das Bild im Spiegel zeigen, verwenden sie den eigenen Namen und wissen: Das ist mein Körper, das bin ich!
Die Selbstwahrnehmung ist nun so weit fortgeschritten, dass sich das Kind als eigenständige Person wahrnimmt und von anderen abgrenzen kann. Dieses Ich-Bewusstsein ermitteln Psychologen mit dem Rouge-Test: Dem Kind wird in einem unbemerkten Moment ein Punkt auf die Stirn gemalt. Berührt es die eigene Stirn statt den Spiegel, zeigt das, dass es sich erkennt.
In diesem Alter können viele auch auf ihre Körperteile zeigen und Bauch, Bein, Auge und Nase benennen. Dabei gilt wie in allen Entwicklungsstufen: Die Variabilität ist sehr groß. Zur Körperwahrnehmung gehört auch, dass ein Kind Nein sagen kann, wenn ihm etwas unangenehm ist oder es etwas nicht möchte. Und das wird es im kommenden Jahr noch häufig ausprobieren …
Unsere Expertin:
Professor Dr. Heidi Keller ist Entwicklungspsychologin an der Universität Osnabrück und am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung
Peggy Elfmann, Baby und Familie;
24.08.2010
Bildnachweis: W&B/Privat, Marie Taylor/Kids Images/Juliette Antoine
Apotheken Umschau mit den Themen Krankheiten von A-Z>, Symptome, Medikamentencheck, Laborwerte, Heilpflanzen, Hausapotheke, Abnehmen, Gesundheitsvideos, Arzt- Apothekensuche, Gehirn-Jogging und Sport
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit