Die Ursache des plötzlichen Kindstodes ist nach wie vor unbekannt. Aber es gibt Ratschläge, wie sich das Risiko reduzieren lässt
Zusammenfassung:
Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr. Aus voller Gesundheit heraus versterben die Kinder meist nachts, ohne dass die Vorgeschichte oder eine Obduktion die Gründe klären können. Die Ursachen sind nach wie vor nicht vollständig bekannt. Eine erbliche Komponente scheint eine Rolle zu spielen.
Ein Hinweis können längere Atempausen (mehr als 20 Sekunden) im Schlaf sein. Dann ist es ratsam, mit dem Kinderarzt darüber zu sprechen. Mit Hilfe eines Monitors kann das Kind, während es schläft, Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung: Rückenlage des Säuglings beim Schlafen; alles Vermeiden, was während des Schlafs zu einer Überwärmung oder Unterkühlung des Babys führen könnte; rauchfreie Umgebung; Stillen.
Familien, in denen ein Kind gestorben ist, leiden oft unter starken Schuldgefühlen und denken, für den Tod ihres Kindes verantwortlich zu sein. In dieser schwierigen Zeit ist es ratsam sich Hilfe zu holen. Eine psychotherapeutische Betreuung oder Selbsthilfegruppen können in dieser Zeit wertvolle Unterstützung geben.
Aus ärztlicher Sicht spricht, sofern die Eltern das wünschen, nichts gegen eine erneute Schwangerschaft.
| Unter dem plötzlichen Kindstod, auch sudden infant death syndrom oder SIDS genannt, versteht man den unerwarteten Tod eines scheinbar völlig gesunden Säuglings, ohne dass die Vorgeschichte oder eine gründlich Obduktion (Untersuchung der Leiche) die Ursache klären könnten. Die Eltern finden ihr Baby, dass kurz zuvor noch vollkommen munter schien, tot in seinem Bettchen auf. Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr. In westlichen Industrieländern stirbt etwa eines von 1400 Neugeborenen an diesem Syndrom. Der Altersgipfel liegt zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, selten sind Kinder vor dem zweiten oder nach dem sechsten Lebensmonat betroffen, fast nie nach Ende des ersten Lebensjahres. Der plötzliche Kindstod kommt in allen Bevölkerungsschichten etwa gleich häufig vor. Ist bereits ein Kind in der Familie gestorben, liegt das Risiko für danach geborene Geschwister um das Drei- bis Fünffache höher. Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht haben ein gegenüber Reifgeborenen auf das Doppelte erhöhtes Risiko für das SIDS. |
| Letzte Aktualisierung: 13.03.2007 (Inge Smolek) |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 04.02.2010
Digital Vision/Carrie Beecroft & Nick White
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