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Kinderzimmer ausrüsten ist Männersache

Aufgabenteilung bei werdenden Eltern schon vor der Geburt: Sie kümmert sich um Kleidung, Er um die Technik. So macht shoppen auch uns Männern Spaß


Aufgabe für Papa in spe: Wände steichen im Babyzimmer

Es gibt ein schönes Sprichwort, das lautet: Ein Kind kostet soviel wie einmal Haus abgebrannt. Die Richtigkeit des Satzes zu überprüfen dürfte schwer sein. Aber dass der Nachwuchs nicht kostenlos aufwächst, ist klar. Kleidung, Schuhe, Nahrung ... das geht ins Geld.

 

Auf den ersten Blick nicht die Art Shopping, die uns Männer mit Begeisterung in die Läden treibt, meinen Sie? Dann haben Sie sich noch nicht intensiv genug mit dem Thema beschäftigt. Denn was heutzutage alles als Zubehör für die Kleinen angeboten wird, hört sich zuweilen an wie von der Nasa für den Weltraumeinsatz entwickelt. Modernste Technik, hochwertige Materialien, elektronische Steuerung. Unsere Welt also, Männer. Tim Allen, Hauptdarsteller des Handwerker-Kultserie „Hör mal wer da hämmert“, würde an dieser Stelle ein lautes, zufriedenes Grunzen von sich geben.

 


Beispiele gefällig? Ein Kinderwagen ist schon lange kein Bett mit vier Rädern mehr, sondern ein „Travelsystem“, der mit einem „Sportwagenaufsatz“ zum „Cabrio“ wird. Ein „gepolsterter 5-Punkt-Gurt“ wurde zwar wahrscheinlich ursprünglich für Formel 1-Piloten entwickelt, dient aber mittlerweile auch für Ihren Filius als optimaler „Rausfall-Schutz“. Der „Teleskopschieber“ ermöglicht zudem ein „leichtes und souveränes Lenken“. Zur Erinnerung: Es geht hier um Kinderwagen, nicht um einen Sportflitzer aus Zuffenhausen oder Maranello.

 

So weit, so spannend. Die Sache hat nur einen Haken. Die Hersteller von Kinderzubehör haben nicht nur das „Wording“ (also die Werbesprache) der teuren Automarken übernommen, sondern offenbar auch deren Preispolitik. Wer die neueste Technik für Sohn/Tochter haben will, muss dafür zahlen. Ein Babyphon zum Beispiel mit einer gefühlten Reichweite bis ins nächste Stadtviertel, Raumtemperaturüberwachung und Bewegungsmelder – das zudem besonders strahlungsarm ist – bekommen Sie nicht für unter 150 Euro. Soll der Schlaf des Kleinen auch noch per Nachtsicht-Videokamera überwacht werden, kostet es noch mehr.

 

Ob man das wirklich alles braucht, ist natürlich eine andere Frage. Was wirklich wichtig ist, erfahren Sie hier bei uns. Was Sie sich letztendlich leisten können – oder wollen – müssen Sie selbst entscheiden.

 

Dringende Empfehlung von Mann zu Mann: Kümmern Sie sich um die Technik (Zimmer streichen und Möbel aufbauen gehören auch dazu), überlassen Sie Ihrer Frau den Rest.



Burkhardt Röper / www.baby-und-familie.de; 20.09.2010, aktualisiert am 22.09.2010
Bildnachweis: Fotolia/Noah Golan/2010

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