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Kindergärten: Träger und Qualitätsstandards

Wer kann überhaupt einen Kindergarten betreiben? Wie finden Eltern heraus, ob die Qualität der Einrichtung stimmt? Ein Überblick im Kindergarten-Dschungel


Wie viele Betreuungspersonen mindestens auf wie viele Kinder kommen müssen, ist gesetzlich festgelegt

Jeder Kindergarten hat einen sogenannten Träger, der ihn verwaltet. Der Träger hat die Gesamtverantwortung für die Einrichtung inne und entscheidet über das pädagogische Konzept.

  • Konfessionelle Träger integrieren die Kinder traditionsgemäß in die Kirchengemeinde und die damit zusammenhängenden Aktivitäten.
  • Freigemeinnützige Träger orientieren sich meist an ähnlichen Werten wie die kirchlichen Einrichtungen und sind stark am Gemeinwohl interessiert. Die einzelnen Träger sind meist in freien Wohlfahrtsverbänden organisiert. Zu diesen zählen zum Beispiel die Caritas, das Diakonische Werk, das Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt.
  • Elterninitiativen sind meist eingetragene Vereine, die sich häufig unter den paritätischen Verbänden vereinigen. Sie agieren selbständig und formulieren ihr eigenes Konzept.
  • Immer häufiger sind Einrichtungen privater Träger zu finden, die Kindergärten frei gewerblich, das heißt kommerziell, betreiben. Soweit diese die Vorschriften der jeweiligen Landeskindergartengesetze beachten, werden sie ebenfalls als Kindertagesstätten anerkannt und gefördert.

Wichtig für Eltern ist laut Nagel allerdings, dass sich „alle Kindergärten – je nach Bundesland mehr oder weniger verbindlich – an dem jeweiligen Bildungs- und Erziehungsplan orientieren müssen.“ Diese gesetzlichen Grundlagen enthalten beispielsweise Räumlichkeitsvorschriften, Betreuerschlüssel und vor allem Vorgaben, wie die Entwicklung und verschiedene Kompetenzen des Kindes gefördert werden sollen.

Wie das in der Praxis genau geschieht, legt der Träger im pädagogischen Konzept fest. Dieses kann auch eine Mischform aus verbreiteten Konzepten wie der Waldorf- oder der Montessori-Pädagogik sein. Das  macht es für Eltern nicht einfach, sich einen Überblick zu verschaffen. „Konzepte können sich miteinander vermischen, solange sie nur den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und das Konzept schlüssig ist“, sagt Nagel. Das heißt: Da gibt es Kindergärten kirchlicher Träger, die künstlerische Schwerpunkte haben. Oder Elterninitiativen, die verstärkt auf Bewegung setzen. Oder private Träger, die sich ganz dem Umgang mit der Natur verschrieben haben. Alles ist möglich.




Bildnachweis: Thinkstock/Comstock Images
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Sandra Schmid / www.baby-und-familie.de; aktualisiert am 28.02.2014, erstellt am 09.03.2012
Bildnachweis: Thinkstock/Comstock Images

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