In den ersten Tagen sehen Babys nur graue Schatten. Nach und nach entwickelt sich der Sehsinn. Im zweiten Monat folgen Säuglinge mit den Augen erstmals Objekten, die in ihren Blick geraten. Das sind besonders oft ihre Händchen.
Die Kleinen betrachten ihre Finger, stecken sie in den Mund. Das Saugen beruhigt sie. Mit dem Mund lernen sie aber auch ihre Hände kennen. „Der eigene Körper ist für Kinder ein Gegenstand, den sie über Sehen, Schmecken und Berühren wahrnehmen“, erklärt Professor Heidi Keller, Entwicklungspsychologin der Universität Osnabrück. „Das sind angeborene Schemata, die später ausgeweitet werden, etwa auf die Füße.“
Babys lernen ihre Finger und Zehen nicht nur über Augen und Mund kennen. Mit drei bis vier Monaten bringen sie ihre Hände zusammen. Eine Hand betastet nun die andere. Auch die Füße untersuchen Säuglinge auf diese Weise. Mit vier, fünf Monaten können sie ihre Bewegungen so gut koordinieren, dass sie gezielt nach Dingen greifen.
Peggy Elfmann, Baby und Familie;
24.08.2010
Bildnachweis: Thinkstock/Comstock Images
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