Da es sich bei dem Erreger um ein Bakterium handelt, ist eine antibiotische Behandlung angesagt. Mittel der Wahl ist das Antibiotikum Erythromycin, alternativ kann der Arzt beispielsweise auch die Antibiotika-Kombination Cotrimoxazol verordnen. Beginnt die Therapie früh, also bei den ersten, erkältungsähnlichen Symptomen, wird der Krankheitsverlauf abgekürzt oder abgemildert. Aber auch zu Beginn des Haupt-Krankheitsstadiums mit den typischen Hustenattacken ist noch ein positiver Effekt zu erwarten. Alle engen Kontaktpersonen, die Keuchhusten-Symptome entwickeln, sollten mitbehandelt werden, auch wenn sie bereits geimpft sind. Dadurch kann der Krankheitsverlauf bei ihnen verkürzt und die Ansteckungsgefahr für andere verringert werden.
Hilfreiche Maßnahmen, vor allem für kleinere Kinder, sind eine reizarme ruhige Umgebung sowie reichlich Flüssigkeitszufuhr aufgrund des vermehrten Bedarfs bei Fieber und um das Abhusten zu erleichtern. Wegen der Gefahr des Erbrechens bei den Hustenanfällen und des Risikos, dass Nahrung dabei in die Luftwege gelangt, sind häufige kleine Mahlzeiten in zerkleinerter oder pürierter Form ratsam.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
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29.12.2009, aktualisiert am 24.08.2011
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