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Warum gibt es bei Keuchhusten keinen "Nestschutz"?

Warum gibt es hier nicht Mamas „Nestschutz“ wie gegen viele andere Infektionskrankheiten, die die ganz Kleinen deshalb zunächst meist noch nicht bedrohen? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"


Vor einer geplanten Schwangerschaft sollten Paare ihren Impfschutz auffrischen

Das liegt daran, dass die Mütter, wenn sie Nachwuchs erwarten, in der Regel selbst kaum noch oder gar nicht mehr vor dem Keuchhustenerreger geschützt sind. Die Immunitätsdauer ist beim Keuchhusten nämlich begrenzt und auch sehr variabel. Man geht davon aus, dass bei durchgemachter Keuchhustenerkrankung ein Schutz für die nächsten vier bis 20, bei vollständiger Impfung von vier bis 12 Jahren, besteht. Die Mütter können also keine Antikörper mehr an das Ungeborene weitergeben, weil sie selbst keine mehr haben. Umso wichtiger ist es, bei Kinderwunsch die Keuchhustenimpfung aufzufrischen. Das gilt für die Mutter, aber auch für die unmittelbare familiäre Umgebung wie den Vater und Geschwister, außerdem grundsätzlich für das Klinik- und Krippenpersonal.

 

Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München


Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.



Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



www.baby-und-familie.de; 29.12.2009, aktualisiert am 26.05.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Creatas

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