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Lippenherpes, Läuse, Würmer, Fußpilz – erkennen und behandeln

Kleine Kinderkrankheiten, die lästig für den Nachwuchs und oft peinlich für die Eltern sind


Es gibt Diagnosen, da würden Betroffene vor Scham am liebsten in den Erdboden versinken ...

Lippenherpes

 

Erkennen:Fast jeder trägt dasHerpes-simplex-Virus Typ 1 in sich. „Meist wird es aber vom Immunsystem in Schach gehalten“, sagt der Bonner Hautarzt Joachim Christ. Diese Abwehr können Krankheit, Stress, Ekelgefühle oder zu viel Sonne schwächen. Dann bilden sich an der Lippe Bläschen, die irgendwann platzen und Schorf hinterlassen. Die erste Herpes-Infektion kann sich bei Kindern in Form von Mundfäule äußern. Neben Fieber, schlechtem Atem und geschwollenen Lymphknoten treten Bläschen auf der Mundschleimhaut auf. Bitte zum Arzt!

 

Behandeln: Gegen die Blasen helfen Präparate mit Melissenextrakt oder antiviralen Wirkstoffen. „So früh wie möglich auftragen“, rät Christ - bereits bei Prickeln oder Spannung an der Lippe. Verwenden Sie zum Auftragen am besten Wattestäbchen.

 

Vorbeugen: Küssen verboten! Das Virus verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion. Also Bläschen nicht berühren oder aufkratzen, sie stecken voller Viren. Personen mit aktivem Herpes meiden den Kontakt zu Neugeborenen möglichst ganz. Das Immunsystem der Kleinen ist noch zu schwach, eine gefährliche Hirnentzündung kann die Folge sein.

 

Gut zu wissen: „Oft mit Herpes verwechselt wird die Eiterflechte“, sagt Kinderarzt Klaus Rodens. Gegen diese helfen in der Regel antibakterielle Salben.



Unsere Experten:

 

Dr. Joachim Christ, Dermatologe mit Praxis in Bonn



Dr. Klaus Rodens, Kinder- und Jugendarzt in Langenau/Baden Württemberg



Julia Wölkart / Baby und Familie; 09.07.2010
W&B/Privat, iStock/onebluelight

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