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Kann Unfruchtbarkeit durch Antikörper gegen Spermien bedingt sein?

Antikörper gegen Spermien seitens der Frau, oder beim Mann eigene Antikörper gegen Spermien: Gibt es das als Ursache von Unfruchtbarkeit? Wie häufig kommt so etwas vor, besteht dann allgemein eine Neigung zu Allergien oder anderen immunologischen Erkrankungen, und welche Hilfe gibt es bei Kinderwunsch? Aus der "Experten-Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen"


Männliche Unterleibsorgane

Antikörper des Mannes gegen seine eigenen Spermien gibt es ebenso wie Antikörper der Frau gegen Spermien. Im Rahmen einer Spermienuntersuchung wird dies beim Mann getestet. Bei der Frau kann es nur indirekt geprüft werden, indem untersucht wird, ob die Spermien des Mannes im weiblichen Sekret des Gebärmutterhalses gut beweglich sind. Insgesamt sind solche Störungen eher seltene Ursachen der Unfruchtbarkeit.

Wird festgestellt, dass das Sekret des Gebärmutterhalses Spermien unbeweglich macht, kann der Samen aufbereitet und in die Gebärmutter eingespült werden. Aufbereitet wird der Samen deshalb, weil das Ejakulat ja nicht nur aus Samenfäden besteht, sondern auch aus Sekret der Samenbläschen und der Prostata. Diese Sekrete werden im natürlichen Ablauf der Befruchtung bei der Passage durch den Gebärmutterhals entfernt. Um die Spermien also auf die Befruchtung durch Insemination (Einspülen direkt in die Gebärmutter) vorzubereiten, müssen sie von den Sekreten im Ejakulat getrennt werden. Zudem lässt sich die Samenkonzentration erhöhen.

Bei Antikörperbildungen sowohl aufseiten des Mannes als auch der Frau kann eine allergische Neigung eine Rolle spielen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Bildung von Antikörpern gegen Spermien nicht nur bei Allergikern und Allergikerinnen vorkommt.

 

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.



Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler / surfmed / www.baby-und-familie.de; 21.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
Bildnachweis: W&B/Jörg Neisel

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