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Was ist eine Gelbkörperschwäche?

Ich habe gehört, dass eine Gelbkörperschwäche Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit sein kann. Warum? Wie wird sie behandelt? Aus der "Experten-Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen"


Nur bei mehreren hundert von den ab der Pubertät in den Eierstöcken noch "wartenden" etwa hunderttausend Eifollikeln gelingt der Eisprung (Ovulation)

Nach dem Eisprung wandelt sich das Eibläschen (Follikel) in den Gelbkörper (Corpus luteum) um. Die Hauptaufgabe des Gelbkörpers ist die Bildung des Gelbkörperhormons Progesteron, das die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut fördert. Gelbkörperschwäche bedeutet, dass der Gelbkörper nicht genügend Progesteron bildet. Bemerkbar macht sich dies durch eine zu früh einsetzende Menstruation bei stattgefundenem Eisprung, Zwischenblutungen nach dem Eisprung oder nicht regelrecht ansteigender Basaltemperatur nach dem Eisprung. Unter Basaltemperatur versteht man die morgens vor dem Aufstehen gemessene Körpertemperatur: Sie steigt nach dem Eisprung um mindestens 0,5 Grad Celsius und bleibt mehrere Tage auf dieser Höhe. In der Kinderwunschbehandlung wird eine Gelbkörperschwäche durch ein bis zwei Blutentnahmen drei bis sechs Tage nach dem Eisprung mit Messung des Progesterons festgestellt. Die Behandlung erfolgt durch die Gabe von natürlichem Progesteron als Vaginaltablette oder -gel.

 

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.



Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler / surfmed / www.baby-und-familie.de; 18.01.2008, aktualisiert am 14.04.2011
Bildnachweis: W&B/Jörg Kühn

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