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PMS
Beugen Sie vor!

Regelmäßige Bewegung, gesundes Essen, Stress vermeiden – wenn Sie ein paar Regeln beachten, ist das monatliche PMS kein unvermeidliches Schicksal mehr, sondern könnte sich künftig deutlich abschwächen oder sogar ganz verschwinden.

Gesunde Ernährung kann die PMS-Beschwerden lindern
Unabhängig vom Beschwerdebild, das Ihr individuelles prämenstruelles Syndrom bietet – Sie können selbst eine ganze Menge dazu beitragen, daß die Tage vor den Tagen für Sie nicht zur Tortur werden.
Gesunde Ernährung kann hier einiges leisten. Das bedeutet, sich vollwertig und ausgewogen zu ernähren. Konkret sollten Sie beachten:

• Essen Sie möglichst viele verdauungsfördernde pflanzliche Faserstoffe (Ballaststoffe).
• Nehmen Sie viel Rohkost und Gemüse zu sich, damit Sie alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge erhalten.
• Trinken Sie genug, mindestens zwei, besser zweieinhalb Liter Flüssigkeit täglich. Am besten ist reines Mineralwasser, aber geeignet sind auch Gemüsesäfte, mit Mineralwasser verdünnte Fruchtsäfte oder ungezuckerte Früchtetees. Vermeiden Sie Alkohol. Die Angst, reichliche Flüssigkeitsaufnahme könne Wassereinlagerungen ins Gewebe fördern, ist unbegründet: Bei intakter Nierenfunktion wird die überschüssige Flüssigkeit problemlos ausgeschieden. Bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme hingegen versucht der Körper, Gewebewasser zu binden.
• Reduzieren Sie Übergewicht – es liegen Hinweise vor, daß übergewichtige Frauen häufiger an PMS leiden als Normalgewichtige.
• Verzichten Sie auf Nikotin. Rauchen macht Sie zittrig und nervös. Nikotinmissbrauch kann daher seelische Beschwerden wie die prämenstruelle Reizbarkeit noch zusätzlich verstärken.

Bewegung, Entspannung und Selbstmedikation
Auch ausreichende körperliche Bewegung wirkt PMS-Beschwerden entgegen.

Tanzen hat beispielsweise nicht nur einen Trainingseffekt; die rhythmische Bewegung entkrampft auch die Seele und löst innere Anspannung.
Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Yoga oder Meditationsübungen können die Seele stabilisieren und PMS lindern. Sie sollten aber diese Methoden unbedingt unter fachkundiger Anleitung erlernen.

Auch mit Mitteln der Selbstmedikation können Sie dem prämenstruellen Sydrom wirksam begegnen:
Vitaminpräparate: Mehrere Vitamine, besonders Vitamin B6, aber auch Vitamin E und C, können dem prämenstruellen Beschwerdebild entgegenwirken. Vitaminpräparate, in denen die einzelnen Vitamine bereits in optimaler Dosierung und dem günstigsten Verhältnis zueinander enthalten sind, bekommen Sie in der Apotheke. Beachten Sie jedoch die Gebrauchsinformationen der Hersteller. Eine Überdosierung der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K nützt nicht mehr, kann aber negative Auswirkungen haben.
Hormon regulierende pflanzliche Mittel: Manche pflanzlichen Arzneimittel enthalten Inhaltsstoffe, die das Hormonsystem sanft regulieren. Paradebeispiel ist ein Extrakt des Keuschlamms (Mönchspfeffer, Agnus castus), der bei Beschwerden, die auf einen Progesteron- oder Prolaktinmangel zurückzuführen sind, ausgleichend wirkt. Auch diese Präparate müssen kurmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
Psychisch regulierende Heilpflanzen: Standardisierte Extrakte aus manchen Heilpflanzen wirken sich positiv auf die psychischen Komponenten des PMS-Beschwerdebildes aus. Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume beruhigen und entspannen, Johanniskraut hat bei depressiven Verstimmungszuständen eine stimmungsaufhellende Wirkung.
Pflanzliche Verdauungshilfen: Wenn das Gefühl, „aufgebläht zu sein“, durch Verdauungsstörungen im Rahmen des PMS bedingt ist, können pflanzliche Verdauungshilfen die Beschwerden lindern. Dazu gehören etwa Anis- und Fenchelfrüchte, Kümmel, Pfefferminz- und Melissenblätter.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Die Samenöle von Nachtkerze und Borretsch sind besonders reich an Gamma-Linolensäure. Bei PMS kann eventuell ein Mangel an dieser mehrfach ungesättigten essentiellen Fettsäure bestehen. In der Apotheke erhalten Sie Präparate, die auf einen bestimmten Gehalt an Gamma-Linolensäure standardisiert sind und sich lindernd auf Brustschmerzen, aber auch auf eine depressive Gemütslage auswirken. Bei konsequenter Anwendung über mehrere Monate hinweg können mit diesen Präparaten gute Erfolge erzielt werden.

Lymphdrainage, Massagen und Akupunktur
Ergänzend sind einige physikalische und „alternative“ Methoden geeignet, das Beschwerdebild bei PMS zu lindern.
Bindegewebsmassage: Diese Heilmassage zielt auf die Reflexzonen des Bindegewebes besonders im Rückenbereich. Durch die Zupfmassage werden Bindegewebszonen massiert, die inneren Organen »zugeordnet« werden; nach dieser Auffassung kann man also durch Stimulation von Bindegewebszonen auch die Funktion innerer Organe, die mit Haut und Bindegewebe über Nervenbahnen in Verbindung stehen, beeinflussen.
Fußreflexzonenmassage: Bei der Fußreflexzonenmassage werden ebenfalls Reflexzonen massiert, die an Fußsohle, Fußinnenflächen und -rücken sowie dem Knöchelbereich lokalisiert sind. Die Fußreflexzonenmassage soll helfen, Durchblutung und Lymphfluss anzuregen und Schlacken besser abzutransportieren.
Lymphdrainage: Die therapeutische Lymphdrainage ist eine spezielle Heilmassage, die durch geschulte Griffe Lymphbahnen des Körpers von Stauungen befreit und so Wasseransammlungen (Ödeme) ausleitet. Ihr Einsatz wird von manchen Experten dann für sinnvoll gehalten, wenn vorübergehende Wasseransammlungen im Körper im Rahmen eines PMS-Syndroms sanft beseitigt werden sollen. Sie ist geschultem Personal vorbehalten, das auch prüft, ob Gegenanzeigen wie akute Entzündungen bestehen.
Akupunktur: Nach altindischer und -chinesischer Auffassung wird der Körper von Energieströmen durchflossen, deren Blockade zu Erkrankungen führt. Mit feinen Nadeln werden bestimmte Punkte dieser Bahnen angestochen – dies soll Energieflußblockaden lösen. Wenn Sie nach fünf Sitzungen allerdings keinerlei Beschwerdelinderung verspüren, sollten Sie eine andere Behandlungsmethode wählen.

Quelle: Babyundeltern.de



Baby und Eltern.de; 05.08.2005, aktualisiert am 28.06.2010

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