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Homöopathische Hausapotheke:
Teil 3: Arnica

Die Bergblume heißt im Volksmund auch Fallkraut. In der Homöopathie hilft sie bei Verletzungen aller Art

Arnika

Arnica lässt Wunden besser heilen

Richtig dosieren:
Arnica D6 gibt es in der Apotheke als Kügelchen. Erwachsene nehmen sie dreimal täglich, je fünf Kügelchen (Kinder drei). Dauer: Drei Wochen, dann eine Woche Pause. Wenn nötig, nochmals drei Wochen lang einnehmen. Direkt nach einem Ereignis (etwa ein Sturz) gilt: Arnica D 6 stündlich nehmen, ab dem nächsten Tag dreimal täglich.

 

Anwendungsgebiete:

 

  • Zähne und Operationen

 

 

Symptome: Ob am Knie oder Gebiss – nach chirurgischen Eingriffen entstehen Wunden, die schmerzen. Arnica hilft und beugt auch vor. Dr. Wiesenauer: „Hier ist es sinnvoll, einige Tage vor dem Eingriff mit der Einnahme zu beginnen.“

 

Wann zum Arzt? Wenn es nach einer Operation zu Wundheilungsstörungen oder gar Nachblutungen kommt. Bei starken Schmerzen bitte ebenfalls den Arzt konsultieren.

 

 

  • Venenprobleme

 

Symptome: Die Knöchel sind geschwollen, die Beine schmerzen und sind schwer – viele Frauen leiden unter Venenproblemen. Arnica kann die geschädigten Gefäße regenerieren.

 

Wann zum Arzt? Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von zwei Tagen nach der Einnahme des homöopathischen Mittels, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen! Das gilt auch, wenn die Symptome von vornherein sehr stark sind, häufiger auftauchen oder weitere Beschwerden hinzukommen.

 

 

  • Muskelkater und -krämpfe

 

Symptome: Muskelkater tritt meist nach langen Wanderungen oder intensiver Bewegung auf. Besonders unangenehm: Muskelkrämpfe. Ein schmerzhafter Stich geht durch die Wade. Gewöhnlich lassen sich Krämpfe durch kräftige Dehnung des betroffenen Muskels oder Bewegung des Gegenmuskels wieder auflösen. Treten Wadenkrämpfe häufiger auf, kann Homöopathie gut helfen.

 

Wann zum Arzt? Sind bei Muskelkater die Schmerzen sehr stark, könnte der Muskel auch verletzt worden sein. Hier sollten Sie unbedingt zum Arzt. Dasselbe gilt, wenn Muskelkrämpfe häufig auftreten. Auch dann sollten Sie bitte beim Arzt die Ursachen abklären lassen.

 

  • Nach der Geburt

 

Symptome: Nach einem Dammschnitt klagen viele Frauen über Schmerzen und Wundheilungsstörungen. Mitunter bildet sich ein Bluterguss am Damm. Auch beim Stuhlgang können Schmerzen auftreten.

 

Wann zum Arzt? Bei Beschwerden nach der Geburt sollten Sie immer zum Frauenarzt gehen.


Dr. Markus Wiesenauer

Dr. Markus Wiesenauer

 

Fachliche Beratung:
Dr. Markus Wiesenauer ist Allgemeinmediziner und Homöopath in Weinstadt bei Stuttgart und Autor des Buches „Quickfinder. Homöopathie für Kinder“



Baby und Familie/GesundheitPro; 26.10.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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