Typische Symptome: Verletzte oder gereizte Nerven lösen starke Zahnschmerzen aus.
Bewährte homöopathische Mittel:
Aconitum (Eisenhut) D 30 hilft bei einschießenden Schmerzen. „Sie kommen ohne Vorwarnung und sind heftig“, sagt die Homöopathin Dr. med. Sigrid Kruse. Zudem tritt starke Unruhe auf.
Hypericum (Johanniskraut) D 30 eignet sich, wenn ein Nerv etwa durch Bohren und Füllen des Zahnes überreizt ist.
Chamomilla (Kamille) D 30 nimmt man, wenn die Schmerzen durch Kälte im Mund besser werden.
Dosierung: Einmal drei Globuli. Wird es nicht besser: drei Kügelchen in ein halbes Glas Wasser geben, mit einem Plastiklöffel zehnmal umrühren. Einen Teelöffel nehmen. Nach fünf Minuten wiederholen.
Wann zum Arzt: Wenn die Schmerzen mehrere Stunden andauern
Typische Symptome: Das Zahnfleisch ist so empfindlich, dass es schon bei leichtem Putzen anfängt zu bluten. Eine Mundschleimhautentzündung äußert sich durch Schmerzen, Schwellungen und Rötung.
Bewährte homöopathische Mittel:
Borax (Bor-Verbindung) D 6 eignet sich, wenn das Zahnfleisch entzündet ist und schmerzt. Kruse: „Der Patient neigt zu Aphthen. Das sind kleine schmerzhafte Bläschen, die aufgehen.“
Mercurius solubilis (Quecksilber) D 12 kommt bei tiefer gehenden Entzündungen zum Einsatz. Es haben sich schmierig-gelbe Beläge gebildet. Auffallend: Zahneindrücke in der Zunge, starker Mundgeruch, vermehrter Speichelfluss.
Acidum nitricum (Salpetersäure) D 12 hilft bei Geschwüren und Rissen, die leicht bluten und schmerzhaft sind.
Dosierung: D 6 jeden Tag dreimal drei Globuli, D 12 täglich zweimal drei Globuli für eine Woche.
Wann zum Arzt: Immer, wenn der Patient nichts mehr trinken kann. Eine Parodontitis muss vom Zahnarzt behandelt werden
Typische Symptome: Der Zahndurchbruch kann Babys Schmerzen bereiten. Nachts sind die Beschwerden meist am stärksten
Bewährte homöopathische Mittel:
Chamomilla (Kamille) D 30 empfiehlt sich für unruhige Kinder, die viel schreien. Die Wange ist meist gerötet.
Belladonna (Tollkirsche) D 30 eignet sich für Babys, die mit rotem Kopf heftig schreien und sich eher allein im Bett beruhigen. „Diese Kinder überstrecken sich oft beim Schreien“, sagt Homöopathin Kruse.
Symphytum (Beinwell) D 6 hilft, wenn sich der Zahn durchbohrt. Das Mittel können Sie längerfristig geben: täglich dreimal drei Globuli.
Dosierung: D 30 im akuten Stadium einmal drei Kügelchen. Falls es nicht besser wird: drei Globuli in Wasser auflösen und wie unter „Plötzliche Zahnschmerzen“ beschrieben nehmen.
Wann zum Arzt: Wenn das Kind stark unter den Zahnungsschmerzen leidet
Typische Symptome: Immer wenn man kalte Speisen zu sich nimmt, tun plötzlich die Zähne weh. Ursache: Die Zahnhälse sind zu empfindlich.
Bewährte homöopathische Mittel:
Hypericum (Johanniskraut) D 6 beruhigt die Nerven in den Zähnen. Sie reagieren weniger empfindlich auf Kälte und Wärme.
Chamomilla (Kamille) D 6 geben Sie, wenn die Zähne bereits bei starkem Kauen schmerzen und kaltes Wasser im Mund die Beschwerden verringert.
Staphisagria (Rittersporn) D 6 ist für Menschen, die zu kariösen Zähnen neigen. Der Zahnschmelz ist anfällig für Löcher. Bei kalten Getränken und kalter Luft tun die Zähne weh.
Dosierung: Dreimal täglich drei Kügelchen für ein bis zwei Wochen.
Wann zum Arzt: Alle sechs Monate zur Vorsorge
Typische Symptome: Mundgeruch kann viele Ursachen haben, zum Beispiel mangelnde Zahnpflege oder organische Probleme.
Bewährte homöopathische Mittel:
Antimonium crudum (Brechweinstein) D 6 hat sich bei Mundgeruch mit pappigem Geschmack und weiß belegter Zunge bewährt. „Typisch sind Heißhungerphasen mit anschließendem Völlegefühl, Aufstoßen und Übelkeit“, erläutert Kruse.
Mercurius solubilis (Quecksilber) D 12 eignet sich bei intensivem Geruch durch eine chronische Halsentzündung.
Kreosotum (Buchenholzteer) D 6 hilft bei Mundgeruch infolge von Magenbeschwerden.
Dosierung: D 6: Dreimal täglich drei Kügelchen. D 12: zweimal täglich drei Globuli für je ein bis zwei Wochen.
Wann zum Arzt: Bei länger andauernden Beschwerden sollte man zum Zahnarzt gehen
Dr. med. Sigrid Kruse leitet den Bereich Homöopathie im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München
Dr. Sigrid Kruse: „Die Dauer der Einnahme hängt von der Potenz des Mittels ab und davon, wie akut die Beschwerden sind. Bei akuten Schmerzen eignen sich höhere Potenzen wie C 30 oder D 30. Sie wirken schneller, sollten aber nur kurze Zeit genommen werden. Drei Kügelchen genügen.
Tiefe Potenzen wie D 6 oder C 6 kann man länger nehmen: dreimal am Tag, bis zwei Wochen. Wenn sich die Beschwerden bessern, aber noch nicht verschwunden sind, kann man das Mittel weitere zwei Wochen verabreichen. Sind die Beschwerden immer noch nicht ganz verschwunden, kann man auf eine höhere Potenz wechseln, also von C 6 auf C 12. Es gilt: Weitere vier Wochen morgens und abends nehmen. Lassen Sie sich vom Arzt oder Apotheker beraten.“
Gabriele Hellwig / Baby und Familie;
30.03.2012
Bildnachweis: Image Source/Heide Benser, W&B/Achim Graf
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