Typische Symptome: Ruhelos wälzt man sich im Bett herum. Es dauert ewig, bis man einschläft.
Bewährte homöopathische Mittel:
Calcium phosphoricum (Calciumhydrogenphosphat) D 12 oder C 12 hilft vor allem Kleinkindern und Säuglingen, die sich gegen das Einschlafen wehren. Typischerweise sind es aktive, aufmerksame und sehr neugierige Kinder.
Aconitum (Blauer Eisenhut) D 30/C 30 hat sich bei ängstlichen Menschen bewährt. Angst, Ärger, Aufregung mit Unruhe und Herzklopfen halten sie wach.
Ambra (Grauer Ambra) D 30/C 30 eignet sich, wenn einen die Gedanken nicht zur Ruhe kommen lassen. „Im Kopf dreht sich alles im Kreis“, beschreibt Homöopathie-Expertin Dr. med. Sigrid Kruse.
Dosierung: Bei Calcium phosphoricum abends drei Globuli, über ein bis zwei Wochen. Bei Aconitum und Ambra: an drei Abenden hintereinander je drei Kügelchen.
Wann zum Arzt: Wenn die Schlafstörungen schon längere Zeit bestehen. Bei sehr schlechtem Allgemeinzustand sofort.
Typische Symptome: Man wacht nachts mehrmals auf und kann schlecht wieder einschlafen. Kinder sitzen in ihrem Bett und rufen nach der Mama.
Bewährte homöopathische Mittel:
Chamomilla (Kamille) D 30/C 30 eignet sich für gereizte, unruhige Kinder. Die Kleinen wachen nachts auf, sind ärgerlich, fordern ihr Spielzeug und werfen es wieder weg, wollen herumgetragen werden.
Nux vomica (Brechnuss) D 12/C 12 empfiehlt sich nach langen Flugreisen, wenn der Tag-Nacht-Rhythmus gestört ist. „Man ist durcheinander, angespannt und gestresst“, sagt Sigrid Kruse.
Avena sativa (Hafer) D 12/C 12 hilft bei Durchschlafstörungen, die häufig nervöse Erschöpfung als Ursache haben.
Dosierung: Bei Chamomilla geben Sie an drei Abenden jeweils drei Kügelchen. Bei Nux vomica und Avena sativa nehmen Sie abends drei Globuli, für ein bis zwei Wochen.
Wann zum Arzt: Wenn die Schlafprobleme stärker werden oder sich nicht nach spätestens zwei Wochen bessern.
Typische Symptome: Steht am nächsten Tag eine Klassenarbeit oder auch etwas Schönes wie der Geburtstag an, ist es schwer, abends zu entspannen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Argentum nitricum (Höllenstein) D 30/C 30 empfiehlt sich, wenn Prüfungsangst oder Lampenfieber den Schlaf rauben.
Coffea (Kaffee) D 30/C 30 kann helfen, wenn die Vorfreude auf ein schönes Ereignis wie einen Geburtstag einen wach hält. Sigrid Kruse: „Man ist so erregt, als ob man Kaffee getrunken hätte. Daher auch das Mittel Coffea.“
Aconitum (Eisenhut) D 30/C 30 verspricht Besserung bei Beunruhigung; wenn das Herz klopft.
Dosierung: An drei Abenden hintereinander jeweils drei Kügelchen nehmen.
Wann zum Arzt: Wenn Unruhe und Herzklopfen stark sind oder weitere Symptome wie Bauchschmerzen auftreten.
Typische Symptome: Man wacht verängstigt und manchmal in Schweiß gebadet auf. An die furchteinflößenden Träume erinnert man sich sehr genau.
Bewährte homöopathische Mittel:
Aconitum (Eisenhut) D 30/C 30 eignet sich für extrem ängstliche und unruhige Menschen. Die Nerven sind überreizt. Noch tagsüber gehen ihnen die Albträume nach.
Belladonna (Tollkirsche) D 30/C 30 hilft Kindern, die schreiend aufwachen, weil sie etwa Monster im Schlaf gesehen haben. Morgens können sie sich nicht erinnern.
Hyoscyamus (Bilsenkraut) D 30/C 30 hat sich für eher blasse Kinder bewährt. Der Albtraum hat sie zwar verstört und sie laufen zu den Eltern, aber sie schreien nicht.
Dosierung: Das Mittel an drei Abenden hintereinander nehmen – jeweils drei Kügelchen.
Wann zum Arzt: Wenn das Kind nach dem Aufwachen länger nicht reagiert. Oder wenn es zusätzlich schlafwandelt; es kann sich dann leicht verletzen.
Typisch: Es wurde vorgelesen und gekuschelt, doch kein Gedanke ans Schlafen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Calcium phosphoricum (Calciumhydrogenphosphat) D 12/C 12 hilft lebhaften Kindern, die nicht abschalten können. Sie sind überdreht und müde, möchten aber nichts versäumen.
Calcium carbonicum (Austernschalenkalk) D 30/C 30 hat sich bei ängstlichen Kindern bewährt, die gern kuscheln.
Coffea (Kaffee) D 30/C 30 eignet sich für Kinder, die wie nach einem Kaffeekonsum hypernervös sind.
Dosierung: An drei Abenden hintereinander je drei Kügelchen nehmen. Calcium phosphoricum können Sie ein bis zwei Wochen lang geben.
Wann zum Arzt: Wenn sich die Situation nach einigen Wochen nicht bessert und Verhaltensauffälligkeiten auftreten.
Dr. Sigrid Kruse: „Am besten über den Deutschen Zentralverein Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). Auf seiner Internetseite (www.welt-der-homoeopathie.de*) kann man nach Postleitzahl oder Wohnort einen Arzt suchen. Die dort aufgelisteten Ärzte haben eine dreijährige Zusatzausbildung absolviert. Nur wer die Abschlussprüfung bestanden hat, darf die Bezeichnung „Homöopathie“ führen.
Allgemein erkennt man einen guten Homöopathen an drei Merkmalen. Erstens: Er ist meist überlaufen. Das heißt, man bekommt nicht sofort am nächsten Tag einen Termin. Zweitens: Beim ersten Termin nimmt er sich viel Zeit für die ausführliche Anamnese, fragt viele Einzelheiten ab und schreibt genau mit. Drittens: Er verordnet nur homöopathische Einzelmittel.“
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Gabriele Hellwig / Baby und Familie;
31.05.2012
Bildnachweis: W&B/Achim Graf, Getty Images/Jupiter Images/Punchstock
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