Typische Symptome: Die Haut am Po schuppt und rötet sich. Der Ausschlag kann sich bis zu den Genitalien und der Oberschenkelinnenseite ausbreiten. In schweren Fällen können die Pickel bluten.
Bewährte homöopathische Mittel: Borax (Borax) D 6 oder C 6 hilft bei leichten Fällen von Windeldermatitis. Es stabilisiert auch die Hautfunktion.
Croton tiglium (Purgierkörner) D 6/C 6 eignet sich bei hartnäckigem Ausschlag. Die Haut ist stark gerötet und juckt. Es kann zu Einrissen in der Haut kommen.
Silicea (Kieselsäure) D 6/C 6 passt bei wiederkehrendem Ausschlag. Das Kind neigt zu Infekten, friert leicht.
Dosierung: dreimal täglich drei Globuli für 1 Woche
Wann zum Arzt: Wenn sich der Ausschlag ausweitet, stark nässt oder die Genitalien betroffen sind.
Typische Symptome: Viele Babys haben weiß-gelbliche Schuppen auf der Kopfhaut. Der Schorf ist ungefährlich, meist verschwindet er nach einigen Monaten von selbst. Mit Homöopathie können Sie diesen Prozess unterstützen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Okoubaka (westafrikanische Rinde) D 6/C 6 empfiehlt sich für Kinder, die zusätzlich unter Blähungen leiden. „Der ganze Körper hat Schwierigkeiten, auszuscheiden und zu regulieren. Das betrifft den Magen-Darm-Trakt genauso wie die Haut“, weiß die homöopathische Kinderärztin Sigrid Kruse.
Calcium carbonicum (Austernschalenkalk) D 12/C 12 eignet sich für Kinder, die sich gut entwickeln, aber einige Hautprobleme haben. Oft bilden sich an ihren Wangen kleine Pickel.
Silicea (Kieselsäure) D 12/C 12 ist das Mittel der Wahl für verfrorene, zarte Säuglinge. Sie haben immer kalte Hände und Füße.
Dosierung: D 6/C 6: dreimal täglich drei Globuli für 1 Woche, D 12/C 12: zweimal täglich drei Globuli für 1 Woche
Wann zum Arzt: Wenn der Schorf zu nässen oder eitern beginnt.
Typische Symptome: Sie sind ungefährlich, teilweise aber ansteckend und sehen unschön aus: Warzen. Sie können unterschiedliche Formen annehmen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Thuja (Lebensbaum) D 6/C 6 ist ein wichtiges Anti-Warzenmittel. „Es eignet sich besonders bei Stechwarzen an den Füßen“, so Kruse. Die Betroffenen neigen zu fettiger, unreiner Haut und schwitzen leicht.
Silicea (Kieselsäure) D 6/C 6 hat sich für zarte Menschen bewährt, denen schnell kalt wird. Sie neigen zu Schweißfüßen. Verletzungen heilen nicht gut und eitern schnell. Die Nägel sind eher brüchig.
Causticum (Ätzkali) D 6/C 6 empfiehlt sich, wenn die Warzen erhaben sind und an prominenten Stellen sitzen wie auf der Nase oder am Finger. Die Warzen neigen dazu, sich leicht zu entzünden.
Dosierung: dreimal täglich drei Kügelchen für 2 bis 4 Wochen
Wann zum Arzt: Wenn die Warzen nicht nach vier Wochen verschwunden sind oder wenn sie schmerzen, eitern oder bluten.
Typische Symptome: Die Haut juckt und ist gerötet. Oft tränen die Augen, die Nase läuft. Generell gilt: Meiden Sie das Allergen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Okoubaka (westafrikanische Rinde) D 6/C 6 hilft bei Ausschlag durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Apis (Honigbiene) D 6/C 6 ist das Hauptmittel bei allergischen Reaktionen, besonders bei Nesselsucht. Auch kühle Auflagen bessern die Beschwerden.
Rhus toxicodendron (Giftsumach) D 12/C 12 eignet sich bei stark juckendem und brennendem Ausschlag. Oft ist er bläschenförmig.
Dosierung: D 6/C 6: dreimal täglich drei Globuli für 1 Woche, D 12/C 12: zweimal täglich drei Globuli für 1 Woche
Wann zum Arzt: Immer, wenn sich die allergische Reaktion erstmals zeigt, sehr stark ist oder weitere Symptome wie Übelkeit oder Atemnot auftreten. Und wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb von drei Tagen bessern.
Typische Symptome: Der Ausschlag beginnt meist am Rumpf und breitet sich über den Körper aus. Die wässrigen Bläschen jucken stark. Nicht aufkratzen, sonst entstehen Narben!
Bewährte homöopathische Mittel:
Rhus toxicodendron (Giftsumach) D 12/C 12 hat sich bei stark juckendem Hautausschlag bewährt. Das Kind kratzt heftig, dies bringt aber nur kurz Linderung. Das Kind ist sehr ruhelos.
Antimonium tartaricum (Brechweinstein) D 6/C 6 eignet sich, wenn sich dicke Krusten-
bilden. Der Ausschlag ist heftig, die Haut neigt zur Narbenbildung.
Dosierung: D 6/C 6: dreimal täglich drei Globuli für 1 Woche, D 12/C 12: zweimal täglich drei Globuli für 1 Woche
Wann zum Arzt: Bei Windpocken sollte die Diagnose immer ein Mediziner stellen. Auch bei Abwehrschwäche sollte man die Behandlung in Abstimmung mit dem Arzt durchführen.
Dr. med. Sigrid Kruse leitet den Bereich Homöopathie im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München
Dr. Sigrid Kruse: „Niedrige Potenzen wie D 6/C 6 oder D 12/C 12 kann man in Eigenregie nehmen. Ich empfehle meist C-Potenzen, weil der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, diese verwendet hat. Hohe Potenzen ab C 200 sollten nur vom Arzt verschrieben werden.
Sie wirken viel tiefer und länger. Bei hohen Potenzen ist eine exakte Anamnese wichtig. Der Arzt muss die Person genau befragen und untersuchen, um das passende Mittel zu finden.
Nimmt man bei einer niedrigen Potenz eventuell das falsche Mittel, ist das nicht so schlimm. Bei einer hohen Potenz könnte ein falsches Mittel unangenehme Folgen haben.“
Gabriele Hellwig / Baby und Familie;
29.02.2012
Bildnachweis: W&B/Achim Graf, Strandperle/ONOKY
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