Typische Symptome: Jucken in der Nase und Kratzen im Hals kündigen eine Erkältung an.
Bewährte homöopathische Mittel:
Aconitum (Sturmhut) D30 oder C30 ist das Mittel bei einem plötzlich beginnenden Infekt. „Gerade ist das Kind noch fröhlich, dann bekommt es glasige Augen und wird ganz heiß“, erklärt Kinderärztin Dr. Sigrid Kruse.
Belladonna (Tollkirsche) D30/C30 ist ein häufiges Folgemittel nach Aconitum.
Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat) D6/C6 eignet sich, wenn der Infekt langsam beginnt.
Dosierung: Erst dreimal drei Globuli Aconitum alle zwei Stunden. Bessern sich die Beschwerden nicht: nach einer Stunde einmal drei Gaben Belladonna. Bei Ferrum phosphoricum gilt: morgens, mittags und abends jeweils drei Kügelchen.
Wann zum Arzt: Bei schlechtem Allgemeinzustand oder bei Fieber (ab 39 Grad). Mit Säuglingen sofort.
Typische Symptome: Es drückt und pocht im Ohr. Häufig ist es heiß und rot. Kleine Kinder schreien und fassen sich ständig ans Ohr.
Bewährte homöopathische Mittel:
Belladonna (Tollkirsche) D30/C30 wird eingesetzt, wenn die Entzündung sehr plötzlich beginnt und mit heftigen, pulsierenden Schmerzen einhergeht. Typisch bei Kindern: Sie haben einen heißen, roten Kopf bei kalten Händen und Füßen.
Pulsatilla (Wiesen-Küchenschelle) D6/C6 empfiehlt sich, wenn eine Mittelohrentzündung droht. „Das Kind ist weinerlich, anhänglich und hat wenig Durst“, sagt die Medizinerin.
Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat) D6/C6 ist das richtige Mittel, wenn sich die Ohrenschmerzen langsam entwickeln. Die Kinder spielen vergnügt, die Temperatur ist mäßig erhöht.
Dosierung: D6/C6 dreimal drei Globuli täglich geben. Bei D30/C30 gilt: einmal drei Kügelchen, an drei Tagen. Wird es nicht besser: drei Kügelchen in ein halbes Glas Wasser geben, mit einem Plastiklöffel zehnmal umrühren und einen Teelöffel nehmen. Nach fünf Minuten wiederholen.
Wann zum Arzt: Wenn die Schmerzen nach einem Tag nicht verschwunden sind. Bei einer Mittelohrentzündung sollte man sich immer ärztlichen Rat holen, um Komplikationen zu verhindern.
Typische Symptome: Die Nase läuft fast ununterbrochen und kribbelt. Durch den Schleim und die angeschwollenen Schleimhäute kann sie verstopfen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Allium cepa (Küchenzwiebel) D6/C6 lindert Fließschnupfen. „Die Nase tropft wie ein Wasserhahn“, beschreibt Kruse. Der Schnupfen wird besser an der frischen Luft.
Nux vomica (Brechnuss) D6/C6 eignet sich bei verstopfter Nase. Man bekommt kaum Luft durch die Nase und hat daher ständig den Mund geöffnet. Den Betroffenen wird schnell kalt.
Pulsatilla (Wiesen-Küchenschelle) D6/C6 hat sich bewährt, wenn viel weiß-gelblicher Schleim aus der Nase fließt. Ebenfalls typisch: Das Kind ist weinerlich, anhänglich und hat wenig Durst.
Dosierung: Dreimal täglich drei Kügelchen nehmen.
Wann zum Arzt: Wenn der Schnupfen über Wochen anhält oder sich der Schleim ins Grünliche verfärbt.
Typische Symptome: Im Hals kratzt es, und das Schlucken fällt schwer. Wer unter Heiserkeit leidet, kann nur noch mir rauer, belegter Stimme sprechen.
Bewährte homöopathische Mittel:
Belladonna (Tollkirsche) D30/C30 hat sich bewährt bei heftigen Halsschmerzen mit deutlich gerötetem Hals. Man muss trotz Schmerzen ständig schlucken und hat großen Durst auf kaltes Wasser.
Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber) D6/C6 empfiehlt sich bei stechenden Halsschmerzen. „Wenn man in den Hals guckt, sieht man gelbliche Beläge“, weiß Kruse.
Arum triphyllum (Zehrwurzel) D6/C6 hilft bei Rauheit und Brennen im Kehlkopf. Das Mittel eignet sich auch für Menschen, die ihre Stimme beruflich stark beanspruchen.
Dosierung: Dreimal täglich drei Globuli nehmen.
Wann zum Arzt: Bei Atemnot und eitrigen Mandeln sofort. Ansonsten, wenn die Symptome länger als eine Woche andauern oder von starken Schluckbeschwerden begleitet werden.
Typische Symptome: Tränen steigen in die Augen, das Gesicht wird rot. Der nächtliche Husten hindert am Schlafen. Zudem treten häufig Kopf- und Brustschmerzen auf.
Bewährte homöopathische Mittel:
Belladonna (Tollkirsche) D30/C30 empfiehlt sich bei trockenem bellendem Husten. Der Hustenreiz ist den ganzen Tag über quälend. Wenn man sich hinlegt, wird er noch schlimmer.
Ipecacuanha (Brechwurzel) D6/C6 ist geeignet bei lockerem rasselndem Husten. Beim Husten kommt Schleim hoch. „Manchmal hustet man so stark, dass man würgen muss“, erklärt Kruse.
Drosera (Sonnentau) D6/C6 kann nächtliche Hustenanfälle lindern. Diese können krampfhaft sein. Der Betroffene muss sich aufsetzen, um richtig atmen zu können.
Dosierung: Man nimmt dreimal drei Kügelchen, morgens, mittags und abends.
Wann zum Arzt: Nach drei Tagen sollte der Husten besser sein. Mit Babys und Kleinkindern gleich zum Mediziner.
Dr. Sigrid Kruse vom Haunerschen Kinderspital in München: „Grundsätzlich ist auf den homöopathischen Mitteln eine Haltbarkeit von fünf Jahren vermerkt. Globuli sind zum Glück ziemlich unempfindlich und verderben nicht so schnell. Allerdings sollte man sie nicht zu warm lagern und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Am besten bewahrt man sie bei Raumtemperatur auf. Geeignete Orte sind zum Beispiel der Flur oder das Schlafzimmer.“
Gabriele Hellwig / Baby und Familie;
27.04.2012, aktualisiert am 27.04.2012
Bildnachweis: W&B/Achim Graf, Superbild/PHANIE
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