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Homöopathie bei Kindern und Schwangeren

Ähnliches mit ähnlichem heilen – das war der Ansatz von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie. Erfahren Sie mehr über die Heilmethode mit den Globuli


Kügelchen gegen Krankheitssymptome: Gerade bei Kindern setzen viele gerne Homöopathie ein

Mit geheimnisvollen Zuckerkügelchen Halsschmerzen, Schnupfen, Schlafstörungen oder Hautausschlag beim Nachwuchs lindern? Eine homöopathische Reiseapotheke mit in den Urlaub schleppen? Manche Mütter und Väter schütteln da nur ungläubig den Kopf.

Erstaunlich viele schwören jedoch auf die alternative Heilmethode: Nach einer repräsentativen Umfrage der GfK-Marktforschung für "Baby und Familie" behandeln knapp 30 Prozent der Eltern ihre Kinder mit homöopathischen Mitteln. In Arztpraxen ist die Homöopathie auf dem Vormarsch. Manche Krankenkassen übernehmen die Therapiekosten. Etliche Familien machen sehr gute Erfahrungen mit der Homöopathie.

Was ist Homöopathie?

Mehr als 2000 Homöopathika gibt es, in Form von Tabletten, Salben, Tropfen oder Mini-Kügelchen – sogenannten Globuli. Es ist wirklich nicht einfach zu erklären, wie diese kleinen runden Dinger Krankheiten bekämpfen sollen. Die homöopathischen Therapieprinzipien scheinen Naturgesetzen zu widersprechen. Manche Kritiker halten die Homöopathie schlicht für Humbug.


Laut dem Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann (1755-1843), entstehen Krankheiten durch ein Ungleichgewicht im Organismus. Um dieses verlorene Gleichgewicht wieder herzustellen, braucht es einen individuell passenden Reiz, der die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt. Dabei gilt: Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden.


Nicht nur eine bestimmte Krankheit wird behandelt, sondern der ganze Mensch. Deshalb geht der homöopathischen Therapie eine besonders eingehende Untersuchung (Anamnese) beim Homöopathen oder Heilpraktiker voraus. Eltern können wertvolle Informationen über Krankheitssymptome oder Gewohnheiten beisteuern, wenn sie ihr Kind im Alltag genau beobachten.  

Weniger ist mehr? Die Potenzen

Der Homöopath bestimmt aufgrund der Symptome das individuell geeignete Mittel. Pflanzliche, tierische oder mineralische Wirkstoffe stehen zu Wahl. Verpackt werden sie zum Beispiel in Globuli. Auch bei homöopathischer Medizin gilt: Nicht einfach drauflos verabreichen! Entscheidend ist nicht nur die Substanz, sondern auch die Dosis.

Meistens kommt der Wirkstoff in starker Verdünnung zum Einsatz. Die Verdünnungsprozedur ist ein aufwendiger Prozess, der in Stufen vollzogen wird. Diese einzelnen Stufen nennen sich Potenzen. Die verblüffende Theorie der homöopathischen Medizin lautet: Je stärker das Heilmittel verdünnt wird, desto wirkungsvoller ist es. Homöopathen glauben, dass die Ausgangssubstanz bei jedem Verdünnungsschritt Informationen überträgt und auf diese Weise potenziert. Skeptiker zweifeln das an.

Die Grenzen der Homöopathie

Möchten Sie als Schwangere homöopathische Mittel einnehmen, konsultieren Sie am besten vorher Ihren Arzt. Hat Ihr Kleines Beschwerden, sollten Sie im Zweifel grundsätzlich erst den Kinderarzt um Rat fragen. Auch hinter vermeintlich harmlosen Symptomen verbergen sich manchmal ernste Krankheiten, die entsprechend behandlet werden müssen. Komplementärmedizinische Methoden wie die Homöopathie können die schulmedizinische Behandlung aber oft sehr gut ergänzen. Bei einem Beinbruch beispielsweise richten Globuli natürlich wenig aus.

Keine Globuli-Versuche am Kind

Am besten lassen Sie sich bei einem fachkundigen Arzt beraten, wenn Sie Ihr Kleines mit homöopathischen Mitteln behandeln möchten. Oder Sie wenden sich an einen erfahrenen Homöopathen und sprechen die Therapie genau mit Ihrem Kinderarzt ab.

Nach einer Weile haben Sie vermutlich Erfahrungen gesammelt und wissen, welche Globuli Ihrem Kind bei bestimmten Beschwerden optimal helfen. Klären Sie am besten mit dem Kinderarzt, unter welchen Umständen Sie die homöopathische Behandlung auch selbst beginnen können. Praktisch, wenn Sie dann die passenden Globuli gleich griffbereit zu Hause haben.

Die homöopathische Hausapotheke

Homöopathische Mittel, die sich bei Alltagsbeschwerden allgemein bewährt haben, finden Sie im Überblick in unserer homöopathischen Hausapotheke. Dieses Wirkstoff-Paket enthält verschiedene Substanzen für die unterschiedlichsten Symptome.

In vielen weiteren Beiträgen erfahren Sie außerdem mehr über die homöopathische Therapie bei Babys und Kleinkindern und können Sie sich in die verschiedenen Behandlungsgebiete der komplementären Therapie einlesen.




Bildnachweis: W&B/Achim Graf

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Sandra Schmid / www.baby-und-familie.de; 05.08.2005, aktualisiert am 30.09.2011
Bildnachweis: W&B/Achim Graf

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