Ob die Hoden sich im Hodensack befinden, überprüft der Kinderarzt bereits bei der ersten Untersuchung des Neugeborenen (U1). Deshalb wird ein Hodenhochstand in aller Regel bereits dann entdeckt.
Zur Diagnose eines Hodenhochstands tastet der Arzt den Hodensack des Kindes in liegender, sitzender und aufrechter Stellung ab, da die Hoden sich dabei jeweils in unterschiedlicher Lage befinden. Die Mutter oder der Vater des Kindes kann hierbei assistieren. Finden sich nicht beide Hoden im Hodensack, liegt entweder eine Lageanomalie oder ein Hodenhochstand vor.
Man unterscheidet unterschiedliche Formen des Hodenhochstands:
Lässt sich nur ein Hoden nicht tasten ist zunächst eine Ultraschalluntersuchung der Leiste und des Bauchraums sinnvoll, um zu ermitteln, ob sich die Keimdrüse dort irgendwo befindet. Ist dem nicht der Fall, so kann eine Magnetresonanztomographie oder eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) weiterhelfen. Der Vorteil der Laparaskopie ist, dass Schrumpfhoden, die meist nicht funktionstüchtig sind, gegebenenfalls gleich aus dem Bauchraum entfernt werden können und der Arzt beurteilen kann, ob die Gefäße, die den Hoden versorgen, lang genug sind, so dass die Keimdrüse ohne weitere Maßnahmen in den Hodensack verlegt werden kann.
Kann mit diesen Methoden der Hoden nicht gefunden werden oder sind beide Hoden nicht tastbar, sollte ein Hormontest klären, ob die Keimdrüsen überhaupt entwickelt und angelegt sind. Hierzu wird der Testosteron-Spiegel im Blut gemessen, der beim Vorhandensein von Hodengewebe höher ist als wenn die Hoden fehlen.
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13.09.2005, aktualisiert am 18.01.2012
Bildnachweis: W&B/ Winfried Fischer
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