Während der Schwangerschaft sollten Medikamente nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt genommen werden
Die Behandlung muss immer sorgfältig durchdacht werden, Entscheidungen sollten Ärzte und Patientin gemeinsam fällen. Jede Änderung oder auch Einnahme anderer Medikamente, beispielsweise bei Infekten, muss nach Absprache erfolgen. Die Wirkspiegel von HIV-Medikamenten sollten in der Schwangerschaft, zusätzlich kontrolliert werden, da sie in dieser Zeit verändert sein können.
Die Therapie der Frau in der Schwangerschaft erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie die Behandlung der nicht-schwangeren Patientin bzw. des Patienten. Es werden in der Regel mindestens drei antiretrovirale Substanzen kombiniert. Bei der Auswahl der Medikamente orientiert man sich leitlinienkonform an den geltenden Empfehlungen für den Einsatz der Substanzen in der Schwangerschaft. Internationale Schwangerschaftsregister bieten eine zusätzliche Informationsquelle für den HIV-Behandler. Lediglich bei einem einzigen Medikament, Efavirenz, wird vom Einsatz in der Frühschwangerschaft abgeraten. Alle anderen HIV-Medikamente können auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Bislang liegen keine Hinweise auf eine erhöhte Fehlbildungsrate der Kinder vor.
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25.03.2009, aktualisiert am 23.01.2012
Bildnachweis: Creatas/ RYF
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