Das hilft bei Halsschmerzen

Halsweh – das ist oft das erste Zeichen einer Erkältung. Apotheker Ralf Schlenger erklärt, was Ihrem Kind dann hilft
von Ralf Schlenger, aktualisiert am 23.05.2017

Halsschmerzen sind oft Vorbote einer Erkältung

W&B/Christine Schneider

Wenn’s kitzelt, kratzt und brennt: Gerade kleine­ Kinder können Halsschmerzen oft noch nicht be­schreiben. Aber veränderte Laute, Schluckbeschwerden und Heiserkeit deuten auf sie hin. Bei leichten Beschwerden ohne Fieber sind die Erreger oft harmlose Rhinoviren. Sie fassen leicht Fuß, wenn trockene Heizungsluft, kalte Frühjahrsluft und insbesondere Zugluft die Schleimhäute austrocknen.

Wann zum Arzt?

Die virale Erkältung verläuft meist harmlos. Wenn sich hohes­ Fieber oder gar Schüttelfrost einstellen, der Blick in den Rachen fleckige Veränderungen oder Verfärbungen zeigt und das Kind krank wirkt, sollten Sie aber unbedingt den Arzt aufsuchen. Ein feuerroter Rachen kann auf Scharlach hindeuten, Stippchen auf den Mandeln auf eine eitrige Mandelentzündung (Angina­). Diese Infektionskrankheiten müssen antibiotisch behandelt werden.


Hausmittel bei Halsschmerzen

Generell gilt: Überheizen Sie die Räume nicht, hängen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit feuchte­ Tücher über die Heizung. Lassen Sie Ihr erkältetes Kind zu Hause. Eine Schwitz- und Ruhekur kann helfen: warm einpacken, Schal um den Hals, wenig reden, viel trinken. Gut sind kohlensäurefreies Wasser und warmer Tee.

Wichtig ist, die Atemwegsschleimhäute feucht zu halten. Dazu bieten sich Inhalationen mit Wasserdampf an. Bitte nicht über der Schüssel mit heißem Wasser inhalieren, da es immer wieder zu schweren Verbrühungen kommt, sondern spezielle Geräte verwenden. Opti­mal: ein elek­trischer Vernebler. Mit ihm lassen sich selbst Salzlösungen inhalieren. Auch für Kleinkinder gibt es passende Gesichtsmasken.

Medikamente gegen Halsweh

Ideal sind Kamillen- oder Salbeitees aus der Apotheke. ­Deren Extrakte gibt es auch als Fertigarzneimittel. Ältere Kinder können damit spülen und gurgeln. Dafür eignet sich auch Salzwasser (eine Messerspitze auf ein Glas Wasser).

Bonbons und Lutschtab­letten können erst ältere Kinder verwenden. Es gibt sie mit Wirkstoffen, die desinfizieren­ (zum Beispiel Benzalkoniumchlorid), befeuchten (Hya­luronsäure), den Schmerz nehmen (etwa­ Benzocain) oder Reizungen lindern (zum Beispiel ­Isländisch Moos). Bei stärkeren Beschwerden können Schmerz­mittel wie Ibuprofen helfen. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.   



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