Das hilft bei Halsschmerzen

Halsweh – das ist oft das erste Zeichen einer Erkältung. Apotheker Ralf Schlenger erklärt, was Ihrem Kind dann hilft

von Ralf Schlenger, 04.05.2016

Halsschmerzen sind oft Vorbote einer Erkältung

W&B/Christine Schneider

Wenn es im Rachen brennt und kratzt, dann haben sich meist Erkältungsviren eingenistet. Mund und Rachen sind ihr Einfallstor. Leichtes Spiel haben die Viren auf ausgekühlten, ausgetrockneten Schleimhäuten. Denn wo die Durchblutung und die Befeuchtung abnimmt, mangelt es dem Immunsys­tem an Abwehrkräften.

Wann zum Arzt?

Nur bei leichten Beschwerden, wie sie im Rahmen einer Erkältung auftreten, kommt eine Selbstbehandlung infrage. Andernfalls suchen Sie bitte mit Ihrem Kind den Arzt auf: bei starken Schluckbeschwerden, Schmerzen, Schüttelfrost oder hohem Fieber. Auch wenn Ihr Kind sehr krank wirkt oder wenn es sich um ein Baby handelt, das schlecht trinkt und atmet. Denn hinter Halsweh und plötzlichem Fieber kann mehr stecken, etwa eine eitrige Mandelentzündung (Angina) oder Scharlach. Gegen diese bakteriellen Infekte benötigt Ihr Kleines ein Antibiotikum.


Hausmittel bei Halsschmerzen

Wird der Rachen zum Reibeisen, ist es wichtig, die Schleimhäute warm und feucht zu halten. Die Wohnräume sollten nicht überheizt sein. Für die Dauer des Infekts darf die Luftfeuchte etwa 60 Prozent betragen. Schon feuchte Handtücher auf der Heizung helfen gegen trockene Luft.

Bieten Sie Ihrem Kind reichlich zu trinken an, am besten lauwarmen Tee oder stilles Wasser. Sprudel und Säfte reizen die Schleimhäute. Die berühmte heiße Milch mit Honig lindert Halsweh, lockert Hus­ten und erleichtert das Einschlafen – im ersten Lebensjahr ist diese aber nicht geeignet. Ein anderer Klassiker ist der Halswickel: ein Tuch fingerdick mit Quark be­streichen, zusammen­­rollen und auf eine Wärm­flasche legen. Den durchgewärm­ten Wickel um den Hals legen und mit einem Schal abdecken.

Medikamente gegen Halsweh

Bei Halsweh können zum Beispiel Arzneitees und Säfte auf Basis entzündungshemmender und reizlindernder Pflanzen wie Kamille, Salbei, Eibisch, Malve, Spitzwegerich oder Isländisch Moos helfen. Auch Inhalationen mit Wasserdampf tun meist gut, sollten aber nur unter Aufsicht eines Erwachsenen passieren.

Ältere Kinder können mit Mundantiseptika den Mundraum spülen, besser noch damit gurgeln. Dabei erreichen die Wirkstoffe den vorderen Rachenraum. Pastillen und Lutschtabletten wirken eher im tieferen Rachen und Kehlkopf.    



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