Eine Einschränkung der Samenproduktion kann unter Umständen medikamentös verbessert werden. Ähnlich wie bei der Frau der Eisprung unterliegt auch beim Mann die Hodenfunktion einer zentralen hormonellen Steuerung, die im Gehirn verankert ist. Die Samenbildung wird in erster Linie durch das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) angeregt. Aber auch das Testosteron, dessen Produktion vor allem durch das Luteinisierende Hormon (LH) reguliert wird, ist für die Bildung der Samenzellen wichtig.
Sowohl FSH als auch LH stammen aus der Hirnanhangsdrüse. Gibt es einen Mangel an einem der beiden oder an beiden Hormonen, bewirkt das eine Unterfunktion der Keimdrüsen und damit eine geringere Ausbildung von Spermien. Sollte beim Mann also keine Schädigung des Hodengewebes vorliegen, kann bei niedrigem FSH-Blutspiegel durch eine Hormonbehandlung (antiöstrogene Therapie oder Gonadotropinbehandlung) eine, allerdings meist nur geringfügige, Verbesserung des Spermiogramms (die zentrale Untersuchung der Spermien, um die Fruchtbarkeit des Mannes festzustellen) erzielt werden. Eine antiöstrogene Therapie führt über die Meldung an die Hypophyse zur vermehrten Bildung und Ausschüttung von LH und FSH und dadurch zur Spermienreifung.
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler / surfmed / www.baby-und-familie.de;
22.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
Bildnachweis: Panthermedia/Martin Kreutz
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