Stillen fördert auch die Nachwehen, und die wiederum helfen der Gebärmutter bei der Rückkehr zu normalen Verhältnissen
Der normale Wochenfluss dauert etwa drei Wochen. In der ersten Woche ist er blutig, dann in der zweiten Woche bräunlich und in der dritten Woche gelblich.
Anhaltend blutiger Wochenfluss lässt die Annahme einer Entzündung der Gebärmutter (Endometritis) zu. Bei einer Ultraschalluntersuchung wird festgestellt, ob noch Reste vom Mutterkuchen in der Gebärmutterhöhle verblieben sind. Ist dies der Fall, muss sofort mit einer antibiotischen Therapie begonnen werden. Eine Entzündung der Gebärmutter kann für die Betroffene sehr gefährlich werden, zum Beispiel wegen der drohenden Komplikation einer Blutvergiftung. Lassen sich noch Reste des Mutterkuchens nachweisen, erfolgt zunächst eine Ausschabung der Gebärmutter und anschließend eine antibiotische Therapie.
Liegt eine Schwäche der Nachgeburtswehen vor und ist die Rückbildung der Gebärmutter verzögert, kann dies ebenfalls zu verstärktem Wochenfluss führen. Durch körperliche Bewegung, Stillen – was mithilft, Nachwehen auszulösen – und eventuell eine medikamentöse Therapie kann die Intensität der Nachwehen gesteigert werden.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
25.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
Bildnachweis: W&B/Angelika Jakob
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