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Vor der Geburt
Formalitäten vor und nach der Geburt

Auch wenn es lästig ist: Sowohl vor als auch nach Babys Ankunft gilt es, einiges an Bürokratie zu überwinden. Wir sagen Ihnen, was Sie auf keinen Fall vergessen dürfen


Behalten Sie den Überblick: Eine To-Do-Liste hilft dabei

Sie sind schwanger und sehnen den Tag herbei, an dem Sie Ihr Kleines endlich in den Armen halten können. So vertreiben Sie sich die lange Zeit des Wartens damit, zu Hause alles für den Nachwuchs herzurichten. Doch neben Kinderzimmer einrichten und Kliniktasche packen müssen leider auch ein paar leidige Formalitäten erledigt werden.

Elternzeit beantragen

Sind Sie berufstätig und möchten Sie Elternzeit nehmen, müssen Sie dies spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn bei Ihrem Arbeitgeber schriftlich anmelden. In diesem Schreiben müssen Sie bereits festlegen, wie Sie die ersten 24 Monate Ihrer Elternzeit gestalten möchten. Planen Sie beispielsweise in Teilzeit zu arbeiten? Dann geben Sie am besten gleich die gewünschte Stundenzahl und die genauen Arbeitszeiten an. Tipp: Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, was Sie mit Ihrem Vorgesetzten vereinbart haben. Spätestens acht Wochen vor Ablauf des zweiten Jahres Ihrer Elternzeit müssen Sie verbindlich festlegen, wie es weitergehen soll. Übrigens müssen Sie die Ihnen zustehende Elternzeit nicht an einem Stück nehmen.


Für Unverheiratete: Vaterschaftsanerkennung

Vater eines Kindes ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist, der die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist. Erwarten Sie also Nachwuchs und sind nicht miteinander verheiratet, kann der werdende Vater bereits während der Schwangerschaft die Vaterschaft mit Zustimmung der Mutter anerkennen. Die Anerkennung der Vaterschaft kann beim Standesamt, Jugendamt, Amtsgericht oder beim Notar erfolgen. Der Vater benötigt dazu eine Abstammungs- oder seine Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch. Ist die Mutter zur Zustimmung anwesend, müssen beide Eltern einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorlegen. Die Vaterschaftsanerkennung ist bei Jugend- und Standesamt gebührenfrei.

Gemeinsames Sorgerecht

Klar, es ist Ihr Baby und vermutlich steht für Sie auch außer Frage, dass Sie gemeinsam für das Kleine sorgen wollen. Doch wenn Sie nicht miteinander verheiratet sind und auch nach der Geburt keine Hochzeit geplant ist, sollten Sie ein gemeinsames Sorgerecht beantragen und eine sogenannte Sorgeerklärung abgeben. Diese muss beispielsweise vom Jugendamt oder einem Notar öffentlich beurkundet werden. Geben Sie keine Sorgeerklärung ab und sind nicht miteinander verheiratet, so hat die Mutter die elterliche Sorge allein.

Anmeldung zur Geburt

Ganz gleich ob Sie Ihr Baby in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause auf die Welt bringen möchten – melden Sie sich rechtzeitig in der betreffenden Einrichtung an oder suchen Sie sich frühzeitig eine kompetente Hebamme für die Hausgeburt. Die meisten Kliniken und Geburtshäuser bieten Informationsabende an. Sie können sich dann den Kreißsaal ansehen und alles fragen, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Haben Sie sich für eine Geburt im Krankenhaus entschieden, sollten Sie sich spätestens in der 33. bis 36. Schwangerschaftswoche dort anmelden, im Geburtshaus mindestens drei Monate vor Geburtstermin. So haben Sie noch genug Zeit, die Hebammen kennenzulernen und sich auf die Geburt vorzubereiten. Planen Sie Ihr Kind in den eigenen vier Wänden zu bekommen, sollten Sie noch früher Kontakt zu einer erfahrenen Hebamme aufnehmen. Diese Art der Entbindung kommt allerdings nur in Frage, wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft und bei der Geburt keine Komplikationen zu erwarten sind.




Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
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Vanessa von Blumenstein / www.baby-und-familie.de; 23.10.2009, aktualisiert am 19.09.2013
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF

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