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Kinderspiele für jedes Alter

Stundenlang stillsitzen? Kindern ist das viel zu langweilig! Wir haben ein paar Ideen, wie Sie auf Partys und Festen den Bewegungsdrang der Kleinen unterstützen können


Schwer zu bändigen: Bei einem Kindergeburtstag helfen die richtigen Spiele, die Rasselbande in Schach zu halten – und dabei ihre Fähigkeiten zu fördern

Rennen, klettern, toben – Kinder haben einen schier unerschöpflichen Bewegungsdrang. Beim Herumtollen trainieren die Kleinen Koordination und Reaktionsvermögen, es fördert ihren Muskelaufbau, aber auch die Kooperation mit und die Rücksicht auf andere. Mama und Papa halten sie damit außerdem ganz schön auf Trab – vor allem beim Kindergeburtstagsfest oder einer Halloweenparty.

Bloß rumsitzen, Kuchen essen und sich stundenlang unterhalten? Das ist doch langweilig! Deshalb sollte eine Geburtstagsparty oder ein Fest für Kinder anders aussehen als Partys und Feste für Erwachsene – nämlich mit ganz viel Platz und Ideen zum Spielen. Die Spiele brauchen nicht aufwendig gestaltet zu sein, denn Kinder nutzen gerne ihre Vorstellungskraft. Am liebsten spielen sie ohnehin im Freien. Reihen Sie nicht zu viele Aktivitäten aneinander und planen Sie den Ablauf der Feier nicht minutiös durch. Lassen Sie die Kinder stattdessen zwischen den Spielen einfach herumtollen und zwingen Sie sie nicht dazu, wenn sie lieber den ganzen Nachmittag auf Bäume klettern oder Steine sammeln wollen.


Je nach Alter eignen sich verschiedene Spiele und Aktivitäten, um die motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Kleinen zu fördern. Babys können noch nicht so gut mit anderen Kindern interagieren und strampeln am liebsten auf einer Decke oder greifen nach Dingen. Sobald sie krabbeln können, möchten sie die Umgebung erkunden. Dann kriechen sie gerne durch kurze Stoffröhren oder ziehen sich an fest im Boden verankerten Gegenständen hoch.

Kleinkinder mit zwei bis vier Jahren laufen, hüpfen, kriechen und werfen immer sicherer. In diesem Alter spielen die Kleinen gerne Fangen oder werfen sich einen Ball zu. Auch Malen, Basteln, Verkleiden und in andere Rollen schlüpfen ist für sie ein Hit.

Ab fünf oder sechs Jahren können die Spiele langsam komplexer und actionreicher werden. Denn in diesem Alter wollen sich Kinder meist so richtig austoben. Topfschlagen, Wasserbomben werfen oder "Versteinern" (siehe Textgalerie unten) sind zum Beispiel geeignet. Auch erste Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiele schulen die entsprechenden Fähigkeiten der Kleinen.

Spätestens ab sieben Jahren vergleichen sich Kinder gerne mit anderen und möchten ihre Kräfte messen. Deshalb sind Wettkampfspiele jetzt sehr angesagt. Einfach die Kinder in Gruppen aufteilen und schon geht's los: Staffelläufe, Wettklettern oder Schnitzeljagd machen zum Beispiel vielen Spaß.


Und hier kommen die Spielideen für draußen oder drinnen:

  • Die Bärenhöhle

    Ein Kennenlernspiel schon für Dreijährige: Pro zwei Spielende ein Bettlaken oder eine Decke auf den Boden legen. Die Kinder bewegen sich frei im Raum, solange Musik ertönt. Schaltet der Spielleiter die Musik aus oder pfeift er, kriechen jeweils zwei Kinder in eine gemeinsame „Höhle“ und fragen gegenseitig nach dem Namen.


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  • Topfschlagen

    Ein Klassiker unter den Partyspielen, ab vier Jahren: Der Spielleiter verbindet einem Kind die Augen und gibt ihm einen Kochlöffel in die Hand. Damit muss das Kind auf allen Vieren einen umgestülpten Topf suchen, unter dem kleine Überraschungen versteckt sind. Hat es den Topf gefunden, darf es laut darauf schlagen. Die übrigen Gäste dürfen das Kind beim Suchen anfeuern und den richtigen Weg mithilfe der Wörter „heiß“ und „kalt“ andeuten. Bei größeren Kindern spielen Topfschlagen gerne, kleinere Kinder haben jedoch manchmal Angst davor, sich die Augen verbinden zu lassen.


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  • Fliegende Kühe

    Ein Konzentrationsspiel ab vier Jahren: Alle Kinder sitzen um einen Tisch und trommeln mit beiden Zeigefingern auf die Tischplatte. Der Spielleiter nennt verschiedene Tiere. Können sie fliegen, muss jedes Kind die Arme hochheben und das Fliegen nachahmen. Können sie nicht fliegen, muss jedes Kind einfach weitertrommeln. Wer sich irreführen lässt, scheidet aus.


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  • Wasserbomben werfen

    Ein Tobespiel für draußen, ab vier Jahren: Kleine Luftballons mit Wasser füllen und gut verknoten. Die Kinder werfen sich die Wasserbomben gegenseitig zu, bis diese explodieren. Weitwerfen und auf den Bomben balancieren macht ebenfalls Riesenspaß.


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  • Fliegenpilz

    Ein lustiges Würfelspiel schon für Zweijährige: Kinder und Eltern würfeln mit einem Farbwürfel. Jeder Spieler, der „weiß“ würfelt, erhält einen Cremetupfer ins Gesicht. Wer am Ende die meisten Pünktchen hat, wird fotografiert.


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  • Dornröschenschlaf/Versteinern

    Ein Bewegungsspiel ab fünf Jahren: Die Kinder tanzen und hüpfen zur Musik. Auf ein deutliches Zeichen des Spielleiters (Musik ausschalten oder Pfeifen) fallen sie in den Dornröschenschlaf und bleiben wie erstarrt stehen. Wer wackelt oder sich bewegt, scheidet aus. Setzt die Musik wieder ein, erwachen die übrigen Kinder aus dem Dornröschenschlaf und tanzen weiter.


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  • Geräusche-Mikado

    Ein Beruhigungsspiel ab fünf Jahren: Auf einer Decke liegen viele Gegenstände, die Geräusche machen, zum Beispiel Glöckchen, Schlüsselbund, Babyrasseln, gefüllte Döschen, Quietschtiere. Nacheinander versuchen die Spieler, möglichst viele Gegenstände lautlos wegzunehmen. Wer sammelt am meisten?


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  • Flüsterpost

    Ein Spiel ohne Verlierer, ab drei Jahren: Die Kinder sitzen im Kreis. Das Geburtstagskind flüstert seinem Nachbarn einen Spruch oder lustigen Satz ins Ohr. Die Botschaft wandert reihum von Ohr zu Ohr. Das letzte Kind muss laut sagen, was es verstanden hat.


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  • Eiswürfelrennen

    Ein Wettkampfspiel ab sechs Jahren: Die Kinder bilden zwei Gruppen. Jede Gruppe erhält einen Eiswürfel. Auf das Startkommando läuft jeweils ein Kind mit dem Eiswürfel in der Hand zu einem Zielpunkt, schlägt an und saust so schnell wie möglich zurück zu seiner Gruppe, um dort den Eiswürfel an den nächsten zu übergeben. Wie viele Kinder schaffen den Staffellauf, bevor der Eiswürfel geschmolzen ist?


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  • Knallfrösche

    Ein Geschicklichkeitsspiel ab vier Jahren: Der Spielleiter bindet jedem Kind einen aufgeblasenen Luftballon ans Fußgelenk. Dann spielen die kleinen Gäste Fangen. Jeder Spieler versucht, die Luftballons der anderen zu zertreten, den eigenen aber zu retten. Wessen Luftballon kaputt ist, der scheidet aus. Der Letzte mit einem unversehrten Luftballon gewinnt.


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  • Verkleiden

    Kinder lieben es, sich zu verkleiden und zu schminken. Auch wenn gerade kein Themenfest stattfindet, haben Knirpse großen Spaß dabei, in der Verkleidungskiste zu wühlen und in übergroße, alte Hemden, Hosen und Kleider oder in Kostüme zu schlüpfen. Das witzigste Outfit gibt’s als Erinnerungsfoto mit nach Hause.


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  • Schatzsuche/Schnitzeljagd

    Ein Bewegungsspiel für draußen, auch im Winter: Mit Hilfe einer selbstgemalten Schatzkarte müssen alle Kinder eine Schatzkiste (zum Beispiel einen aufwändig verzierten Schuhkarton) finden, die für jeden kleine Überraschungen enthält. Da alle gleichzeitig mitmachen, gibt es nur Gewinner.
    Bei größeren Kindern können Gruppen gebildet werden, sodass die schnellste Gruppe gewinnt. Oder jede Gruppe bekommt einen Zettel mit einem Hinweis, der sie zum Versteck des nächsten Hinweiszettels führt und so weiter. Im letzten Versteck ist der Schatz.


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  • Piratenfest

    Ein Bewegungsspiel ab drei Jahren: Piraten müssen seetüchtig sein. Um die Seetüchtigkeit zu testen, halten zwei Erwachsene eine Decke. Die kleinen Partygäste werden nacheinander kräftig darin hin- und hergeschaukelt. Haben sie die Mutprobe bestanden, werden sie in den Kreis der gefürchteten Seeräuber aufgenommen.


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www.baby-und-familie.de; 04.08.2006, aktualisiert am 30.09.2011
Bildnachweis: Digital Vision/RYF

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