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Familienurlaub: Welcher Reisetyp sind Sie?

Fernreise, Abenteuertrip oder doch lieber zu Hause bleiben? Egal, wie Sie den Urlaub mit Ihrer Familie am liebsten gestalten – wir haben Reisetipps für jeden Typ


Ab in den Urlaub! Jede Familie stellt sich die ideale Reise anders vor

Für die einen kann es im Urlaub gar nicht weit genug weggehen, andere blasen lieber das Planschbecken im heimischen Garten auf und genießen ihre Freizeit bei Grillfleisch und Salaten auf dem Balkon. „So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Vorstellungen von einem gelungenen Urlaub“, sagt Bente Grimm, Soziologin von der „Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V.“ in Kiel.

Aus den Daten der Reiseanalyse 2011, ­einer repräsentativen Untersuchung zum Reiseverhalten der Deutschen, zieht sie den Schluss, dass vielen Familien vor allem eines wichtig sei: ausgiebig Zeit mit ihren Lieben zu verbringen. Dabei ist es egal, ob sie nach Thailand fliegen, im Harz wandern oder bei Oma und Opa zu ­­Hause bleiben. Wir stellen vier Familien-Reisetypen vor. Erkennen Sie sich wieder? Dann haben wir Tipps, die Ihren Urlaub für Sie und Ihre Kinder noch attraktiver machen.


Unsere vier Reisetypen

  • Reisetypen

    Die Abenteurer

    Immer in Aktion und auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen: Das sind die Abenteurer. Wandern, Radeln, ganz viel Sport – einfach richtig aktiv sein: Das ist ihnen besonders wichtig im Urlaub. Aber auch die Kultur anderer Länder liegt den Abenteurern am Herzen. „Unsere Umfrage zeigt, dass diese Familien besonders gerne Kontakt zu Einheimischen haben“, sagt Bente Grimm. Deshalb fahren 80 Prozent von ihnen bei längeren Urlaubsreisen ins Ausland, zusätzlich machen sie gerne Kurzurlaube.

    Unser Tipp: Auch in Deutschland können Sie Aktiv-Urlaub machen. Spaß für Kinder und Familie bietet zum Beispiel ein ­Urlaub auf einer Berghütte. In der Kraxe können schon Kinder ab einem Jahr mit. Egal ob Sie eine Gebirgshütte oder das kleine Häuschen im Tal bevorzugen: Infos und Anregungen für Bergferien mit der Familie bekommen Sie beim Deutschen Alpenverein. Dort gibt es auch Broschüren mit ­einer Auflistung familienfreundlicher Hütten.

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  • Reisetypen

    Die Fernreisenden

    Viele Stunden Flug? Kein Problem. Den nehmen die Fernreisenden gerne in Kauf, wenn sie dafür in ein möglichst exotisches Land gelangen. Einmal dort angekommen, sonnen und faulenzen sie am Strand oder schauen sich Sehenswürdigkeiten an. „Unsere Umfrage hat gezeigt, dass ­­unter den Fernreisenden auch einige Familien mit kleinen Kindern sind“, sagt Grimm. Sie brauchen noch nicht auf die Schulferien zu achten und müssen für die Kleinen nicht den vollen Urlaubspreis zahlen.

    Unser Tipp: Nicht alle Fernreise-Ziele eignen sich tatsächlich schon für die Allerkleinsten. Informieren Sie sich im Reisebüro unbedingt darüber, ob Hotel, Umgebung und Ausflugsziele auf die Bedürfnisse kleiner Kinder ausgerichtet sind. Besonders wichtig: eine reisemedizinische Beratung. Manchmal sind bestimmte Impfungen oder eine Malaria-Prophylaxe notwendig. Auch Hygiene- und Ernährungsempfehlungen sollten Sie unbedingt vorher einholen.

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  • Reisetypen

    Die Sparsamen

    Sie haben ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 1500 Euro im Monat und gehören damit zu einer Gruppe, die auf der Suche nach einem Urlaub für den kleinen Geldbeutel ist. Auffällig: Viele dieser Familien fah­ren ohne feste ­­Buchung ins Blaue, suchen sich vor Ort ein günstiges Angebot oder kommen bei Verwandten unter. Vor allem Ferienwohnungen, in denen man sich selbst versorgen kann, stehen bei ihnen hoch im Kurs. ­Ihre Freizeitaktivitäten im Urlaub sind meist preisgünstig: Schwimmen im Meer oder einfach nur am Strand liegen und die Seele baumeln lassen – das kostet nichts und tut trotzdem gut.

    Unser Tipp: Ein Zelt-Urlaub schont die Finanzen und ist für die Kleinen ­­garantiert ein Abenteuer. Genießen Sie die Atmosphäre auf dem Campingplatz in der Natur, und verbringen Sie die Nächte mit Ihren Lieben aneinandergekuschelt im Zelt. Es gibt auch extra familienfreundliche Zeltplätze. Der ADAC hat zum Beispiel in seinem Camping-Caravan-Führer Tipps und empfehlenswerte Plätze zusammengestellt. Denn Wickelmöglichkeiten, Spielbereiche und ein Kindersanitätsbereich machen den Urlaub noch entspannter.

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  • Reisetypen

    Die Daheimbleiber

    „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ So wie Johann Wolfgang von Goethe ­sehen das ­auch die Daheimbleiber. Sie verweilen am ­­liebs­ten in den ­eigenen vier Wänden, genießen die Zeit im heimischen Garten oder auf dem Balkon. „Viele Familien mit kleinen Kindern haben einfach andere Prioritäten, als in den Urlaub zu fahren“, sagt Bente Grimm. „Manche haben gerade erst das Eigenheim gebaut, anderen ist es schlicht zu aufwendig, mit Kleinkindern zu verreisen.“

    Unser Tipp: Mit spannenden Tagesausflügen lässt sich der Urlaub zu Hause für Eltern und Kinder aufpeppen. Viele Städte, zum Beispiel München, Berlin und Erfurt, bieten einen preiswerten Familienpass an, mit dem Sie in Parks, Schwimmbädern und Museen ermäßigten Eintritt bekommen.

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Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, istock/Kali9

Julia Schulters / Baby und Familie; aktualisiert am 16.04.2014, erstellt am 25.04.2012
Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, istock/Kali9

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