Bewahren Sie Ruhe. Fieberkrämpfe sehen schlimmer aus, als sie sind. Neunzig Prozent aller einfachen Fieberkrämpfe enden nach wenigen Minuten. Lagern Sie Ihr krampfendes Kind so, dass es sich nicht verletzen kann – entfernen Sie spitze, scharfe oder kantige Gegenstände aus der Umgebung. Versuchen Sie nicht, die Zuckungen zu stoppen. Muss Ihr Kind erbrechen, drehen Sie es vorsichtig in die stabile Seitenlage.
Beim ersten Fieberkrampf Ihres Kindes sollten Sie unbedingt einen Notarzt rufen. Endet der Fieberkrampf nicht innerhalb von zehn Minuten, wird er ein krampflösendes Mittel verabreichen.
Neigt Ihr Kind zu Fieberkrämpfen, wird Ihr Kinderarzt Sie entsprechend beraten. Bei Fieber empfiehlt es sich neben lockerer Bekleidung und eventuell Wadenwickeln ab 38,5 Grad Celsius Körpertemperatur ein fiebersenkendes Mittel (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Ibuprofen) entsprechend der ärztlichen Anweisung und in der für Ihr Kind passenden Dosierung zu geben. Allerdings können auch diese Medikamente nicht in allen Fällen verhindern, dass ein Fieberkrampf auftritt.
Eventuell stattet der Arzt Sie zusätzlich mit einer Rectiole (einer Art Zäpfchen) mit einem krampflösenden Wirkstoff aus. Auch hier muss die Dosierung an das Alter beziehungsweise Körpergewicht des Kindes angepasst sein. Der Arzt wird Ihnen dann erklären, wann und wie Sie Ihrem Kind das Mittel verabreichen sollen. Als Richtlinie gilt etwa: Dauert ein Krampfanfall länger als zehn Minuten, sollte er mit Hilfe von Medikamenten unterbrochen werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 23.01.2012
Bildnachweis: W&B/Christine Beckmann
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