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Fieber – Heiße Phase

Kinder fiebern schnell. Meist ist das kein Grund zur Panik, in manchen Fällen ist jedoch ein Arztbesuch nötig. Was Eltern über Fieber wissen sollten: Sechs Fragen, sechs Antworten


Warme Stirn: Ob wirklich Fieber dahintersteckt, kann nur die Messung zeigen

Was passiert bei Fieber im Körper?

Gelangen Viren und Bakterien in den Körper, geht er in Abwehrstellung – und heizt den Eindringlingen mächtig ein. Die vertragen ein Extra an Hitze nämlich meist nicht. Fieber ist daher eine wichtige Schutzfunktion des Körpers, die nicht gleich mit allen Mitteln bekämpft werden sollte.

Wie messe ich am besten die Temperatur?

Am genauesten misst man sie im After. Aber: Das ist für Kinder oft unangenehm. Etwas Vaseline an der Thermometerspitze macht das Ganze erträglicher. Alternativ kann man die Temperatur im Mund oder mit einem Ohrthermometer ermitteln.


Woher weiß ich, ob das Fieber harmlos ist?

Das lässt sich für Eltern nicht leicht erkennen. Meist handelt es sich zwar nur um einen banalen Infekt. Aber: „Fiebernde Kinder unter einem Jahr sollten auf jeden Fall zum Arzt“, sagt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar. Bei ihnen gilt eine Temperatur von über 38 Grad als bedenklich. Ältere Kinder, die sich ansonsten wohlfühlen, kann man erst einmal beobachten. Steigt die Temperatur auf über 39 Grad, treten Symptome wie Nackensteifigkeit, Teilnahmslosigkeit und Zittern auf oder sinkt das Fieber auch nach drei Tagen nicht, muss das Kind allerdings zum Arzt.

Wann müssen Medikamente sein?

Wenn das Kind keine chronische Erkrankung oder Fieberkrämpfe hat, können Eltern in der Regel mit fiebersenkenden Mitteln warten, solange die Temperatur nicht über 39 Grad steigt. Klettert das Fieber weiter, empfehlen sich Paracetamol oder Ibuprofen. Wichtig: Die Präparate müssen altersgerecht dosiert sein! Es gibt sie als Zäpfchen und Saft. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. „Viele Eltern denken, das Fieber müsse gleich auf 36 Grad sinken. Das ist ein Irrtum“, sagt die Ärztin. Bleibt die Temperatur etwas erhöht, kann der Körper sie weiterhin als Abwehrmaßnahme nutzen.

Was kann ich schon vorher machen?

„Fiebernde Kinder sollten nicht zu warm angezogen werden“, rät Niehaus. Bei Babys reiche meist ein Body und Söckchen. Das Kind muss viel trinken. Älteren helfen lauwarme Tees aus Lindenblüten, Melisse oder Kamille, das Fieber auszuschwitzen.

Was tun bei einem Fieberkrampf?

Er tritt auf, wenn die Temperatur schnell stark steigt. Das Kind verkrampft und verdreht die Augen. Meist ist der Anfall harmlos und nach wenigen Minuten vorbei. Trotzdem: „Beim ersten Mal ist er ein Fall für den Notarzt!“, so die Expertin. Er gibt ein krampflösendes Mittel. Im Wiederholungsfall können Eltern dies selbst geben. Jedoch sollten sie ihr Kind hinterher einem Arzt vorstellen. Wichtig: Ruhe bewahren und das Kleine vor Verletzungen schützen, etwa den Bettrand mit Kissen polstern. Wenn das Kind erbricht, sollte man es in die stabile Seitenlage legen.



Stefanie Becker / Baby und Familie; 21.12.2009, aktualisiert am 18.01.2012
Bildnachweis: W&B/Forster & Martin

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