Stockbetten: So vermeiden Sie Unfälle

Viele Kinder träumen davon: Ein Stockbett zum Schlafen, Spielen und Rumklettern. Wir erklären, was Eltern beim Kauf und Aufbau eines Hochbetts beachten sollten
von Annabelle Fischer, 25.08.2017

Klare Regeln für kleine Kletterer: Springen auf der oberen Matratze ist tabu

Getty/View Stock

Hochbetten gab es schon vor 170 Jahren, ursprünglich um sich vor dem kalten Steinboden zu schützen. Heute sind die Betten, deren Liegefläche mehr als einen Meter über dem Boden schwebt, nicht nur was für kleine Abenteurer, sondern auch praktische Platzsparer für Geschwisterkinder, die sich ein Zimmer teilen. Das Tolle daran: Man ist zusammen, aber doch getrennt. Jeder hat sein eigenes Reich.

Aber Eltern sollten wissen: Täglich landen Kinder mit Knochenbrüchen im Krankenhaus, die meisten passieren durch Stürze vom Stockbett – im Schlaf, beim Spielen oder Toben. "Durch einfache Sicherheitsmaßnahmen lassen sich solche Unfälle oft vermeiden", sagt Karoline Becker von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V..

Darauf sollten Sie bei Kauf und Aufbau von Stockbetten achten:

  1. Grundsätzlich gilt: Das obere Bett ist erst für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Auf einen ausreichenden Abstand zu Kabeln, Elektrogeräten, Steckdosen, Gardinen, Heizkörpern und Fenstern achten.

  2. Fixieren Sie das Stockbett mit Stahlwinkeln fest an der Wand, damit es beim Rauf- und Runterklettern nicht umfallen kann!

  3. Verschrauben Sie den oberen Lattenrost mit dem Rahmen. Das obere und das untere Bett sowie die Leiter müssen fest miteinander verbunden sein.

  4. Das Bettgestell sollte nicht aus Spanplatten, sondern aus Massivholz oder Metall hergestellt sein.

  5. Die maximale Stockbetthöhe: nicht mehr als 160 Zentimeter.

  6. Achten Sie auf eine hohe Brüstung: mindestens 16 Zentimeter zwischen Oberkante Matratze und Oberkante Brüstung. Besser sind 30 Zentimeter.

  7. Es empfiehlt sich, die mitgelieferte Matratze zu verwenden, da bei dickeren die Sicherheitsabstände zur Brüstung nicht gewährleistet sind.

  8. Verwenden Sie keine Federkernmatratzen auf dem Hochbett, diese laden zum Springen ein!

  9. Die Leiter sollte fest mit dem Bett verbunden sein, da sie sonst wegrutschen kann. Hilfreich ist auch ein zusätzlicher Handlauf, damit sich das Kind beim Raufklettern festhalten kann.

  10. Der Abstand der Leitertritte beträgt im Idealfall zwischen 20 und 30 Zentimeter. Die Auftrittsbreite der Stufen 10 bis 30 Zentimeter, am besten mit Anti-Rutsch-Belag.

  11. Achten Sie darauf, dass das Bett keine scharfen oder spitzen Kanten aufweist.

  12. Ein weicher Untergrund mit Decken oder einer Sportmatte rund um das Stockbett kann Stürze abmildern.

  13. Geben Sie klare Anweisungen: Kein Toben oder Hüpfen auf dem oberen Bett!

  14. Kaufen Sie nur ein Stockbett mit einem Prüfsiegel (zum Beispiel GS, TÜV-Rheinland). Das zeigt, dass das Bett die einschlägigen Sicherheitskriterien erfüllt.

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