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Bei Erziehung das Prinzip Lob statt Disziplin

Deutsche Eltern meinen, man solle Kinder in ihrem Handeln bestätigen. Und: Nicht alles müsse perfekt und fehlerfrei ausgeführt werden


Erziehung mit dem Zeigefinger? Besser auf Lob setzen, meinen die Deutschen

Die Deutschen sind Anhänger einer liberalen Erziehung, die mehr auf Lob als auf Strafen setzt. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von „BABY und Familie“


Neun von zehn Bundesbürgern meinen, man solle Kinder viel loben und sie in ihrem Handeln bestätigen. Das Leistungsprinzip müsse daher nicht immer gelten. Die Zuneigung zu den eigenen Kindern sollte man nicht von ihren Erfolgen abhängig machen, das sagen fast ebenso viele. Die große Mehrheit (91,8 Prozent) möchte Kindern daher auch deutlich machen, dass man nicht immer alles perfekt und fehlerfrei ausführen müsse. Vielmehr steht für die meisten Deutschen im Mittelpunkt der Erziehung den Nachwuchs zu ermutigen, immer wieder Neues und Unbekanntes auszuprobieren.


Liberale Erziehung kommt in den Augen der Befragten aber nicht ohne Pflichten aus. Neun von zehn legen Wert darauf, dass die Sprösslinge möglichst früh Pflichten und Verantwortung im Haushalt übernehmen. Das schließt das Prinzip der Gleichberechtigung nicht aus. Acht von zehn sind der Ansicht, dass Kinder bei Dingen, die sie betreffen, auch gleichberechtigt mitentscheiden sollten.



www.baby-und-familie.de; 26.07.2010
W&B/Sabine Dürichen

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